Lade...
 
Seiten-ID: 949 Merkblatt zur Konfliktvermeidung B) Inhalt »  06. Konflikt »  Konfliktarbeit D) Info-Typ »  Formular

Formulare

Merkblatt Konfliktvermeidung

Konflikt und Streit lassen sich vermeiden. Sie sind dem Konflikt nicht ausgeliefert, wenn sie Herr ihrer Emotionen und ihres Denkens sind. dieses Merkblatt nimmt Bezug auf die Ausführungen zur Konfliktvermeidung.

Diese Seite weiterempfehlen

 © Hinweis
Dieses Formular wurde von win-management GmbH zur Verfügung gestellt. Eine Verwendung ist mit dem Copyright Hinweis und dem Link auf diese Fundstelle gestattet.

Konfliktvermeidung

Tips für mehr Gelassenheit im Konflikt


Wenn sie anders Beispiel des Samurais denken oder an die Ausführungen über den Arschengel, dann gelingt es sogar dem Konflikt etwas positives abzuringen. Empfehlungen, wie das möglich ist, sind:

  1. Wahrnehmung: Wenn sie im Blick haben, dass beobachtete Fakten verschiedene Interpretationen ermöglichen, werden sie automatisch zurückhaltend sein mit Bewertungen. Die Empfehlung ist also zu allem was man beobachtet, stets mehrere Hypothesen zu bilden, um sich mit voreiligen Bewertungen zurückzuhalten.
  2. Denken: wenn sie sich mit der Konfliktlage auseinandersetzen, geschieht dies meist aus der Sicht eines Betroffenen. Versuchen Sie eine Metasicht einzunehmen, die Perspektivenwechsel erlaubt und dazu führt, dass die Situation aus unterschiedlichen Sichten und unterschiedlichen Kontexten bewertet wird. Meistens wird es schon in dem Moment deutlich, dass es mehrere Optionen und Möglichkeiten gibt, die Sachlage einzuschätzen.
  3. Verantwortung: Der Konflikt findet in ihnen statt. Der Gegner gibt allenfals einen Anlass dafür. Möglicherweise ist es nicht einmal der Gegner, sondern ihre Einschätzung von ihm. Finden Sie heraus, was in ihnen dazu führt, sich so betroffen zu fühlen. Sie haben Kontrolle über sich, nicht über den anderen. Die Übernahme der Eigenverantwortung macht sie unabhängig vom Gegner.
  4. Emotion: Ist Ihnen bewusst, was in ihnen die schlechten Gefühle auslöst? Können Sie sich vorstellen, dass der Konflikt anders abgewickelt wird, wenn sie bessere Gefühle haben? Alles hat zwei Seiten. Wenn es gelingt, die positiven Aspekte des Konfliktes zu erkennen, haben Sie den ersten Schritt in die Konfliktvermeidung oder die Konfliktlösung getan.
  5. Lösung: Die Vorstellung von einer ungewollten, schädlichen Lösung ist es meist, was Angst macht. Hier besteht eine große Gefahr einer sich selbst verwirklichenden Einschätzung (self fulfilling Prophecy). Der gedankliche Fokus ist gesetzt, sodass eine große Gefahr besteht, genau dorthin zu navigieren, wo man nicht hin will. Bei genauerer Betrachtung ist die Lösung meist offen. Wenn Sie darauf vertrauen, dass sie das Beste daraus machen können, ergeben sich mehr Handlungsoptionen. Die Chance Alternativen zu finden wird größer.
  6. Berater: Natürlich müssen Sie sich mit Freunden und Beratern austauschen, wenn sie Wege suchen mit dem Konflikt fertig zu werden. Achten Sie darauf, welche Freunde sie sich suchen. Suchen Sie Freunde die ihre Sicht bestätigen oder solche, die Ihnen helfen ihre Sicht infrage zu stellen.
  7. Auseinandersetzung: In der Auseinandersetzung über einen Konflikt neigen Parteien dazu sich anzugreifen. Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Versuchen Sie die Hilflosigkeit hinter dem Verhalten zu erkenen. Dem Gegner ist es nicht möglich, den Konflikt adäquat zu verhandeln und vernünftig darüber zu sprechen. Das bedeutet aber nicht, dass es Ihnen auch unmöglich sein muss. Unbewusst liefert man Angriffsflächen, auf die sich der Gegner einlässt. Bevor sie erwarten dass der Gegner sie versteht, sollten Sie überlegen ob sie den Gegner verstehen. Oft basierte Konflikt nur auf einem Missverständnis, dass sich in der Eskalation bis zu einem Krieg ausweiten kann.
  8. Aggression: Aggression müssen sie nicht hinnehmen. Der Gegner aber auch nicht. Statt auf Aggression mit Aggression zu reagieren, könnten sie versuchen auf Aggression nicht zu reagieren und Ihre Verhandlungsbereitschaft nur dann anzubieten, wenn die Bedingungen für ein Verhandeln gegeben sind.
  9. Beziehung: Konflikt ist eine Form von Abhängigkeit. Man ist darauf angewiesen, dass der Gegner eine bestimmte Sicht auf einen selbst hat. Man fordert Respekt ein und übersieht, dass Streit bereits eine Respektbekundung ist. Sie sind es dem Gegner wert, dass er mit ihnen streitet und sie werten den Gegner auf, in dem sie mit ihm streiten. Wenn Ihnen der Gegner sympathisch wäre, käme es nicht zum Streit.

Liefern sie sich also dem Gegner nicht aus. Geben Sie ihm keine Macht über sich und machen Sie sich nicht abhängig von seinen Einschätzungen. Nur sie selbst sind Herr über ihre Gefühle und ihres Denkens. Versuchen Sie diese Macht zu spüren.

Hinweise und Fußnoten

Bearbeitungsstand: 2021-05-29 07:46 / Version 13.
Alias: Konfliktvermeidungsstrategie
Siehe auch: Konflikte, Konfliktvermeidung, Emotionen, Denken, Wahrnehmung
Prüfvermerk: -

An dieser Seite haben mitgearbeitet: Administrator und Arthur Trossen .
Seite zuletzt geändert: am Samstag Mai 29, 2021 07:46:46 CEST von Administrator.