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Die Methode der Initialisierung

Bitte lesen Sie zunächst die Beiträge zur zur Methodik der Mediation. Dort eird der Zusammenhang zwoschen Methode und Phase und das Verhältnis zu Techniken und Interventionen beschrieben. Die dieser Methode zugeordnete Phase ist:

Phasenübersicht Methodenübersicht Diese Methode kommt in der ersten Phase zur Anwendung
Methoden der Mediation

Die arabischen Ziffern bezeichnen die Phasenzugehörigkeit:

  1. Initialisierung
  2. Bestandsaufnahme
  3. Verstehen und Vermitteln
  4. Lösungssuche und Verhandeln
  5. Manifestation

Durchgängig anzuwenden:

  1. Steuerung
  2. Qualitätskontrolle


Die Methoden bilden die Phasen der Mediation ab.1 Sie beschreiben die Vorgehensweisen. Die Initialisierung ist die Methode der ersten Phase. Es geht um die Rahmenbildung. Die Parteien kommen zusammen, um eine Aufgabe gemeinsam zu bewältigen. Die zentrale Frage lautet: Welches Spiel spielen wir eigentlich?


Die Methode der Rahmenbildung oder der Initialisierung führt zu einer komplexen Frage. Sie setzt sich auch mit dem Zweck der Mediation, also die Frage: "Wozu verwenden wir die Mediation?" oder "Was erwarten wir davon?" und "Was ist zu tun, um an der Mediation mitzuwirken?", auseinander.

Notwendigkeit

Die Metapher des Puzzlespiels verdeutlicht, worum es geht.
Stellen Sie sich vor, jemand schlägt ihnen vor, ein Spiel zu spielen. Ihre erste Frage wird sein: "Was für ein Spiel?". Wenn sich aus der Antwort der Zweck des Spiels nicht ergibt, werden Sie fragen: "Wozu sollte ich das Spiel spielen?". Wenn Sie Interesse an dem Spiel haben, werden Sie sich als Nächstes über die Spielregeln erkundigen. Sie werden fragen: "Wie geht das Spiel und was muss ich tun, um mitspielen zu können?". Erst wenn diese Fragen geklärt sind, beginnen Sie das Spiel. Die Metapher des Spiels lässt sich auf die Mediation (genauer gesagt auf die 1.Phase der Mediation) übertragen, woraus sich folgende Regel ableiten lässt:

 Merke:
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Mit dieser Regel wird klar, was der Mediator in der ersten Phase der Mediation zu tun hat. Er eröffnet das Spiel (die Mediation), in dem er das Ziel festlegt, die Spielregeln abstimmt und erklärt, wer was zu tun hat. Die wichtigsten Elemente dieser Phase sind im Kapitel 1.Phase näher dargelegt. Zusammengefasst muss den Parteien folgendes klar sein:

  1. Der Ausgangspunkt (Es liegt ein Konflikt vor)
  2. Das Ziel (Wir finden eine Lösung, die den Konflikt beilegt) und
  3. Der Weg zum Ziel (Wir nutzen die Mediation, um die Lösung zu finden).

Vereinbarungen

Wie bei jedem anderen Spiel auch steht am Beginn die Vereinbarung, welches Spiel wie gespielt wird. In der Mediation liegt die Betonung auf Vereinbarung. Nicht ohne Grund wird die erste Phase deshalb auch als Arbeitsbündnis beschrieben. Methodisch betrachtet genügt es also nicht, den Parteien das Spiel vorzugeben und die Regeln festzulegen.

Durchführung der Phase eins 

Gegenständlich sind das Ziel und die Regeln abzustimmen. Methodisch betrachtet lassen sich die Zielvereinbarung und die Regelvereinbarung unterscheiden.

Zielvereinbarung

Die Mediation hat bestimmte Vorgaben, die das Wesen des Spiels ausmachen. Wenn der Rahmen ein Verfahren ist, mag dies wie ein Container verstanden werden, der Spiel und Inhalt festlegt. Der Container gibt die Grenzen und Möglichkeiten vor, innerhalb der der Mediator bzw. die Mediation durchgeführt werden kann.

Es gibt verschiedene Methoden, wie eine Zielvereinbarung durchgeführt werden kann. Die Mediation ritualisiert die Zielvereinbarung jedoch in der Form eines Verfahrensrituals. So wird sichergestellt, dass die Parteien allmählich in die Mediation eingebunden werden.

Der Mediator achtet nicht nur darauf, dass sich die Parteien auf das Spiel einlassen. Er achtet auch darauf, dass sie es auch spielen (können), nicht dass sie am Ende statt einer Mediation eine Schlichtung durchführen.

Regelvereinbarung

Die Regeln müssen festgelegt werden. Manche Regeln sind nicht verhandelbar andere können flexibel gestaltet werden. Nicht verhandelbar sind Regeln, die dem Wesen der Mediation zuwiderlaufen. Verhandelbar sind Regeln über die Gestaltung, die Gesprächsführung und die Rahmenbedingungen.

Werkzeuge

In erster Linie muss der Mediator mit den Parteien vereinbaren welches die Bedingungen sind unter denen das Gespräch stattfinden soll. Insgesamt stehen in folgenden Werkzeugen zur Verfügung:

Zusammenstellung der Techniken, Methoden und Interventionen, die der Methode der Rahmenbildung entsprechen


Neuer Begriff mit Definition

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Bedeutung für die Mediation

Der Rahmen soll das Gespräch sichern. Er soll die Parteien „ins Boot holen", damit sie die in der Tour beschriebene "gefährliche Reise" nicht nur heil überstehen, sondern auch ans Ziel kommen.

Hinweise und Fußnoten

Aliase: Initialisierungsmethode, Spielemacher, Spielregeln
Bearbeitungshinweis: Textvollendung und Programmvollendung erforderlich

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wiki page : Ankunft
wiki page : Beendigung
wiki page : Bestandsaufnahme
wiki page : Container
wiki page : Erfolgskriterien
wiki page : Ergebnis
wiki page : Fokus
wiki page : Grundsätze
wiki page : Konfliktpyramide
1 Siehe die Gegenüberstellung der Phasen und Methoden auf Methodik

Last edited by Arthur Trossen , based on work by ArthurTrossen .
Page last modified on Monday June 6, 2022 15:07:43 CEST.
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