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page id: 2207 Ob und wie die Mediation mit der Gewalt umgehen kann Inhaltliche Zuordnung »  Konflikte Abteilung »  Archiv

Gewalt und Mediation

Es ist ein großes und schwieriges Thema, das nicht nur zu der Frage führt, ob die Mediation bei Gewaltanwendung möglich ist, sondern auch, wie sie gegebenenfalls damit umgeht. Noch weiter gedacht ist die Gewalt auch möglicherweise eine Option, die Parteien zur Mediation zu bewegen.


Schon Goethe ließ den Erlkönig in seiner Ballade aus dem Jahr 1782 mit Gewalt drohen. Was dort auch immer geschah, es führte zum Tod des Kindes:

Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!

Eine weit verbreitete Interpretation besagt, dass der Erlkönig lediglich eine Fieberhalluzination war. Es gibt aber auch Vergewaltigungsphantasien.1 Deutlich wird ein Motiv zur Gewaltanwendung, eine tatsächliche oder nur vorgestellte Gewalthandlung und eine darauf bezogene fatale Wirkung. Mit dieser Deutung finden sich Parallelen zur realen Welt. Bevor wir uns mit dem Thema Gewalt befassen, sollte klar sein, was damit gemeint ist.

Definition Gewalt

Grundsätzlich und allgemein gesagt bezeichnet Gewalt den Einsatz von physischem oder psychischem Zwang gegenüber Menschen sowie die physische Einwirkung auf Tiere oder Sachen.2 Im Juristischen wird zwischen der vis absoluta und der vis compulsiva unterschieden. Das eine ist die körperliche, das andere die psychische Gewalt. Das Strafgesetzbuch schützt den Menschen vor Übergriffen der körperlichen Gewalt in den §§ ... Ein Schutz vor Übergriffen der psychischen Gewalt findet sich in den §§ ... Definitionsgemäß ist die physische Gewalt der "körperlich wirkender Zwang durch die Entfaltung von Kraft oder durch sonstige physische Einwirkung, die nach ihrer Intensität dazu geeignet ist, die freie Willensentschließung oder Willensbetätigung eines anderen zu beeinträchtigen".3

In soziologischer Hinsicht bedeutet Gewalt den Einsatz physischer oder psychischer Mittel, um einer anderen Person gegen ihren Willen entweder Schaden zuzufügen, sie dem eigenen Willen zu unterwerfen (sie zu beherrschen) oder um der so ausgeübten Gewalt durch Gegengewalt zu begegnen.

Bedeutung der Gewalt

Die Gewalt kann je nach dem Zweck, dem Anlass und der Ausrichtung verschiedene Bedeutungen haben. Es wäre falsch, die Gewalt grundsätzlich als verwerflich einzuschätzen.

Beispiel 14340 - Wenn sich der Deckel einer Dose mit Lebensmitteln nicht öffnen lässt, wird ein Werkzeug benutzt, um den Deckel gewaltsam zu öffnen. Es ist aber auch möglich, einen Hammer zu nehmen und die Dose aus Wut zu zerschlagen.


Eine Gewalt, die zur Verteidigung eingesetzt wird, ist auch juristisch gerechtfertigt. § 32 StGB besagt, dass eine Tat, die durch Notwehr geboten ist, nicht rechtswidrig sei. Als Notwehr wird die Verteidigung gesehen, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden. Die Betonung liegt auf dem Wort erforderlich.

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Bedeutung für die Mediation

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Was tun wenn ...

Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2022-04-27 15:01 / Version 6.

Aliase:
Siehe auch: Inhaltsverzeichnis, Ratgeber für Interventionen, Enzyklopädie,Technikenverzeichnis, Mediationsverzeichnis, Konfliktverzeichnis, Verfahrensverzeichnis,
Literaturhinweise:
Prüfvermerk: -


Based on work by Arthur Trossen
Page last modified on Sunday May 28, 2023 21:48:58 CEST.