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Leitsatz 3268 Die Information Während die Mediation beschreibt, welche Informationen wie zu Erkenntnissen führen, beschreiben die Werkzeuge, wie die Informationen beizubringen und auszuwerten sind. 0
Leitsatz 4856 aktives Zuhören Keine Frage ohne Paraphrase! 0
Leitsatz 11840 Rechtsordnung Das Recht wird definiert als die verbindliche Ordnung der zwischenmenschlichen Beziehungen. 0
Leitsatz 11841 Rechtsquellen Man unterscheidet geschriebenes oder gesetztes Recht und ungeschriebenes Recht. 0
Leitsatz 11842 Subsumtion An dieser Stelle noch ein sehr eindringlicher Hinweis: Wenn bei einer Prüfung ein Tatbestandsmerkmal sonnenklar erfüllt ist, kann dies ohne Prüfung in epischer Breite festgestellt werden 0
Leitsatz 11843 Gesetzesauslegung Dessen ungeachtet gilt immer wieder und zuallererst: Maßgeblich ist das Gesetz. Ein Blick in das Gesetz beseitigt manche Zweifel! 0
Leitsatz 11844 Gesetzesauslegung Hinweis: Wegen des Grundsatzes nullum crimen nulla poena sine lege scripte (kein Verbrechen ohne geschriebenes Gesetz) gelten im Strafrecht viel strengere Anforderungen an die Auslegung! Erst recht ist eine Analogie völlig ausgeschlossen und verboten! 0
Leitsatz 11891 Gesetzeshierarchie Das BGB muss heute – wie alle anderen Vorschriften auch – am Maßstab höherrangigen Rechts, vor allem des Grundgesetzes gemessen werden. 0
Leitsatz 11892 Willenserklärungen Eine Willenserklärung ist eine private Willensäußerung, die auf die Erzielung einer Rechtsfolge gerichtet ist 0
Leitsatz 11893 Willenserklärungen Die Willenserklärung ist Kern des Rechtsgeschäfts. 0
Leitsatz 11894 Vertrag als Rechtsgeschäft Der wichtigste Fall des mehrseitigen Rechtsgeschäfts ist der Vertrag. 0
Leitsatz 11902 Einrede der Verjährung Die Einrede der Verjährung hindert die Durchsetzung des Anspruches dauerhaft (§ 214 Abs1 BGB; peremptorische Einrede). 0
Leitsatz 3815 Die privatrechtliche Konfliktlösung Zwischen Vorrang einer privatrechtlichen Konfliktlösung und dem Zwang zu einer privatrechtlichen Konfliktlösung besteht ein zu unterscheidender, gravierender Unterschied. 0
Leitsatz 11895 Auslegung eines Rechtsgeschäftes Wichtig ist, dass die Auslegung eines Rechtsgeschäfts stets vor anderen Behelfen wie Anfechtung oder die Feststellung eines Dissenses (dazu sogleich) hatDie Rechtsordnung versucht stets, den Willen der Parteien (Privatautonomie!) durchzusetzen. 0
Leitsatz 11896 Schwebende Unwirksamkeit von Verträgen Die schwebende Unwirksamkeit ist der wichtigste Unterschied zum Geschäft, das ein Geschäftsunfähiger vornimmt: Jenes ist nichtig, dieses nur schwebend unwirksam. 0
Leitsatz 11899 Vertretungsbefugnis Vertreter kann jeder zumindest beschränkt Geschäftsfähige (§ 165 BGB), nicht aber der Geschäftsunfähige sein. 0
Leitsatz 11900 Höchstpersönliche Rechtsgeschäfte Es gibt höchstpersönliche Rechtsgeschäfte (Heirat, Testament), bei denen die Erteilung einer Vollmacht von vorneherein ausgeschlossen ist. 0
Leitsatz 11901 Vertretung ohne Vertretungsmacht Ohne Vertretungsmacht handelt auch derjenige, der eine vorhandene Vertretungsmacht überschreitet. 0
Leitsatz 11903 Voraussetzung des Verschuldens Das Verschulden setzt eine pflichtwidrige Handlung, Verschuldens bzwDeliktsfähigkeit sowie eine Verschuldensform (Vorsatz oder Fahrlässigkeit) voraus. 0
Leitsatz 11904 Unmöglichkeit der Leistung An dieser Stelle ein Hinweis: Unmöglichkeit ergibt sich immer aus dem Inhalt des Schuldverhältnisses. Lautet der Auftrag gerade darauf, den Ring vom Meeresgrund zu bergen, liegt selbstverständlich keine Unmöglichkeit vor. Daher ist in diesem Zusammenhang immer an die oben dargestellten Grundsätze der Auslegung zu denken. 0
Leitsatz 11898 Bedingungen im Rechtsgeschäft Wichtig ist, dass sich die Rechtslage alleine durch Eintritt der Bedingung (das gilt auch für die Befristung) ändert. Eines weiteren Rechtsgeschäfts bedarf es nicht, um die Rechtsfolge nach Bedingungseintritt zu regeln. Zum Schutz desjenigen, der Begünstigter einer Bedingung ist, siehe § 160 BGB. 0
Leitsatz 3250 Trial and Error als Lernprozess in der Mediation

Das in der Mediation anzuwendende Trial and Error Prinzip ist ein Lernprozess, von dem der Mediator und die Parteien profitieren weil Fehlannahmen ausgeschaltet werden.

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Leitsatz 3229 Denken und Verstand in der Mediation Denken bedeutet, durch die Aktivität des Verstands zu Aussagen, Gedanken und Schlussfolgerungen zu gelangen. Dabei ist die Erkenntnis die Einsicht, die Schlussfolgerungen einerseits ermöglicht und andererseits aus ihnen resultiert. Die Mediation ist mehr als alle anderen Verfahren darauf angewiesen, dass die Parteien zu Erkenntnissen gelangen. 0
Leitsatz 11913 Worte und Gefühle Starke Gefühle brauchen starke Worte. Beschwichtigung und Schönreden führen an der Wirklichkeit vorbei. 0
Leitsatz 11927 Bedeutung der Mediation Die Mediation ist kein Instrument, einen rechtswidrigen Zustand herbeizuführen oder zu legitimieren. 0
Leitsatz 11941 Umgang mit der Komplexität in der Mediation Von einem Profi-Mediator muss man erwarten, dass er die Komplexität bewältigen kann! 0
Leitsatz 11942 Die Sichten auf die Mediation Es gibt eine mechanistische und eine systemische Sicht auf Mediation. 0
Leitsatz 11945 Bedeutung der Lösung Die Lösung ist nicht nur nicht bekannt, sie ist auch völlig irrelevant! 0
Leitsatz 11946 Die Systemik der Mediation Wenn die Mediation auch den systemischen Zusammenhang als Teil der Konfliktlösung behandeln will, darf sie selbst nicht zum Teil des Streitsystems werden. 0
Leitsatz 11948 Das Puzzle der Mediation Es ist die Aufgabe des Mediators, zu erkennen, welche Bausteine und Elemente wie in das Bild passen und wo sie hingehören, damit eine Mediation einerseits und eine darauf basierende Lösung andererseits erkennbar wird. 0
Leitsatz 11947 Bedeutung des Verstehens Auf das Verstehen kommt es an! 0
Leitsatz 11949 Aufgabe des Mediators Die Aufgabe des Mediators ist es also, die Mediation zu verwirklichen. 0
Leitsatz 11950 Kompetenz des Mediators Der Mediator muss wissen, was der Mediation zuträglich ist und was sie gefährdet. 0
Leitsatz 11951 Umgang mit den Gedanken in der Mediation Entscheidend ist gedankliche Ordnung. 0
Leitsatz 11957 Optimierung der Mediation Der Mediator wählt stets das Format, das zur Bewältigung des Konfliktes am besten geeignet ist. 0
Leitsatz 12017 Blockaden in der Mediation Wenn die Mediation ein Weg ist, hindert die Blockade gerade daran, diesen Weg zu gehen. 0
Leitsatz 3863 Verstehen ist der Schlüssel für Entscheidungen In einer "schwierigen Situation" kommt es darauf an, die Lage korrekt einzuschätzen. Der Mediator muss herausarbeiten, was die Situation / das Verhalten bedeutet und vor allem, wie es möglich ist, dass die Partei sich zu dieser Bedeutung bekennt. Wieder gilt die Regel: erst verstehen, dann entscheiden. 0
Leitsatz 12030 Die Rolle des Gefühls in der Mediation Ein Gefühl erklärt eine Handlungsweise, aber es entschuldigt sie nicht. 0
Leitsatz 12061 Die Sicherheit der Mediation Die Mediation ist das sicherste Verfahren, wenn sie die Parteien nicht abbrechen. Dann können sie sicher davon ausgehen, dass die Mediation auch im Vergleich mit anderen Verfahren das beste Ergebnis produziert. Dieses Ergebnis ist sicher, wenn die Parteien sich auf die Mediation einlassen. 0
Leitsatz 12067 Verstehensvermittlung Wo sich Menschen einig sind (einander verstehen), gibt es keine Konflikte. Die Mediation als ein Verfahren (oder Methode) der Verstehensvermittlung trägt zum besseren Verstehen bei. 0
Leitsatz 12069 Konfliktdimensionen Konfliktdimensionen sind Konfliktarten mit einem inhaltlichen Bezug zum Konflikt! 0
Leitsatz 12086 Rolle der Beistände Beistände sollen die Parteien unterstützen, dass die Partei alles sagen kann, was es zu sagen gibt. Die Partei soll für sich selbst sprechen. Es geht also nicht darum, die Partei zu vertreten oder zu ersetzen, sondern darum, die unterstützte Partei zu befähigen, auf gleicher Augenhöhe mit der Gegenseite zu verhandeln, damit Ihre Interessen bei der Suche nach einer Lösung vollumfänglich berücksichtigt werden können. 0
Leitsatz 12100 Der persönliche Stil Der individuelle Mediationsstil wird durch die Sicht auf sich selbst und die Mediation geformt und erlaubt umgekehrt Rückschlüsse darauf. 0
Leitsatz 12118 Techniken und Methoden Wenn die Techniken die Werkzeuge sind, dann beschreiben die Methoden die Werkzeugverwendung! Das Verfahren bildet den Rahmen und gibt die Ausrichtung für die Methoden vor. 0
Leitsatz 12119 Setting und Arbeitsbedingungen Aus dem Setting ergeben sich die Arbeitsbedingungen. Die Arbeitsbedingungen ergeben das Setting. Sie müssen den Aufgaben entsprechen und dazu beitragen, das Verfahren optimal zu durchlaufen. 0
Leitsatz 12120 Tanz mit dem Moment Der Mediator sollte stets in der Lage sein aus der Situation das Beste machen. Die Mediation ist ein Tanz mit dem Moment. 0
Leitsatz 12121 Komplexität reduzieren Der Mediator sollte es sich stets so leicht wie möglich machen. Jeder Mensch und jedes Problem das hinzukommt expotenziert die Komplexität. Es kommt darauf an, Einflüsse, die die Mediation erschweren zu vermeiden. 0
Leitsatz 12124 Aufgaben des Mediators Die Aufgaben müssen dem Wesen der Mediation entsprechen. Sie müssen also zur parteiseitigen Suche nach einer Lösung beitragen. Der Ablauf und die Grundsätze der Mediation ergeben einen Anhaltspunkt. 0
Leitsatz 4651 Bedarf nach Mediation Ein Konsument (Kunde) erwirbt (kauft) nur was er braucht und was er selbst nicht herstellen kann! Die Mediation muss diese Fragen in einer Sprache beantworten, die der Konsument versteht. 0
Leitsatz 6271 Hilfe bei der Erkenntnisgewinnung Es ist die Aufgabe des Mediators, es den Parteien zu ermöglichen, selbst die zur Lösung führenden Erkenntnisse zu gewinnen, ohne die Erkenntnisse vorzugeben. 0
Leitsatz 4912 Verfahrensabgrenzung Die Verfahren lassen sich am besten gegeneinander abgrenzen, wenn auf den jeweiligen Verfahrenscharakter abgestellt wird, der sich aus dem Verfahrenszweck ergibt. 0
Leitsatz 12140 Erfolg der Mediation Eine Mediation ist immer erfolgreich, solange keine Partei die Mediation abbricht (abbrechen muss). Damit das nicht geschieht, muss der Mediator die Hin dernisse und Einflüsse kennen, die die Parteien davon abhalten, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. 0
Leitsatz 4664 Onlinemediation Die Onlinemediation ist eine Mediation, bei der die Zusammenkunft und die Kommunikation überwiegend mit technischer Hilfe ermöglicht wird. 0
Leitsatz 12162 Andersartigkeit der Mediation Mediation ist anders!!! 0
Leitsatz 3882 Das Wesen der Mediation Das Wesen der Mediation beschreibt ihren Verfahrenscharakter. Der Charakter eines Verfahrens orientiert sich an seinem Ziel, verwirklicht den Zweck und stellt die prägenden Eigenschaftsmerkmale heraus, die dem Verfahren innewohnen, um das Verfahrensziel zu erreichen und den Verfahrenszweck zu verwirklichen. 0
Leitsatz 6280 Herleitung und Konzept der Mediation Das Konzept der Mediation entspricht der jeweiligen Herleitung. Das Mediationskonzept musste Mediationsverständnis entsprechen, sowie seine Herleitung das Verständnis der Mediation spezifiziert. Es beschreibt eine Herangehensweise, die das Wesen der Mediation nachvollziehbar und reproduzierbar verwirklicht. 0
Leitsatz 12264 Methoden der Mediation Die Mediation ist keine singuläre Methode. Sie setzt sich aus mehreren Methoden zusammen, die sich an den Phasen orientieren und dazu beitragen, die jeweiligen Phasenziele zu erreichen. 0
Leitsatz 12265 Werkzeuge Verfahren, Methoden und Techniken sind Werkzeuge (im weitesten Sinne). Der Umgang mit ihnen gelingt umso besser, je klarer ihre jeweilige Funktionsweise erkannt wird und je besser sie gegeneinander abgegrenzt werden können. 0
Leitsatz 4919 Abschlussvereinbarung Das Zustandekommen einer Abschlussvereinbarung ist KEIN zwingendes Erfolgsmerkmal. Sie sagt insbesondere nichts über die Qualität des Ergebnisses aus. 0
Leitsatz 11836 Ist eine Klausel unwirksam, so ist der übrige Vertrag grundsätzlich im Übrigen wirksam (§ 306 Abs. 1 BGB). Dies ist eine wichtige Abweichung von § 139 BGB! Stellt aber das Festhalten am Vertrag für den Verwender einer unwirksamen Klausel eine unzumutbare Härte dar, ist der Vertrag insgesamt unwirksam (§ 306 Abs. 3 BGB). 0
Leitsatz 11833 Der Vertragspartner muss (ausdrücklich oder konkludent) mit der Einbeziehung der AGB einverstanden sein. Dies ist im täglichen Geschäftsverkehr die Regel. 0
Leitsatz 11832 Die allgemeinen Geschäftsbedingungen müssen vom Verwender gestellt werden. Dies ist nach der Rechtsprechung nicht der Fall, wenn die Bedingungen ernsthaft zur Disposition und Diskussion gestellt werden. 0
Leitsatz 11772 Wer eine vorgegebene Lösung durchsetzen will, ist nicht ohne weiteres bereit, nach einer Lösung zu suchen. Gegebenenfalls kann die Einsicht, nach einer Lösung suchen zu müssen (oder zu wollen), also die Verhandlungsbereitschaft, noch in der Mediation hergestellt werden. 0
Leitsatz 11771 Die Verhandlungsbereitschaft beschreibt die Motivation, sich auf das Verfahren einzulassen. 0
Leitsatz 11751 Der Gedanke an ein positives Gefühl entwickelt sich aus dem negativen heraus. Ein positiver Gedanke kann dem negativen nicht einfach gegenübergestellt werden. Er muss daraus hergeleitet werden, indem das negative Gefühl zunächst akzeptiert wird. 0
Leitsatz 11748 Der Konflikt gehört dem, der ihn spürt und nicht dem, der ihn auslöst. Der Konflikt kann auch dem, der ihm gehört nicht weggenommen werden. 0
Leitsatz 11686 Deutsche (beispielsweise) unterscheiden sich nicht nach ihrem Alter, sondern nach Bildung, Einkommen und Freundeskreis. 0
Leitsatz 11655 Keine Frage ohne Paraphrase! 0
Leitsatz 11654 Ursachen liegen in der Vergangenheit, Lösungen liegen in der Zukunft. Bedürfnisse liegen in der Gegenwart. 0
Leitsatz 11653 Mit der Frage verrät der Mediator sein Denken! 0
Leitsatz 11652 Die Fragen des Mediators zielen darauf ab, Verstehen zu ermöglichen. Ihr einziger Zweck ist also zu verstehen. 0
Leitsatz 3274 Nur wenn die Komplexität (des Falles) gesehen und verstanden wird, lässt sich der Konflikt vollständig beilegen. Nur wenn die Komplexität (der Mediation) gesehen und verstanden wird, lässt sie sich vollständig zur Entfaltung bringen. 0
Leitsatz 11496 Nur ein ausgebildeter Mediator darf eine Mediation i.S.d Mediationsgesetzes durchführen. Damit sind diejenigen Mediationen angesprochen, die als Verfahren angeboten werden (nicht als Methode) und für deren Durchführung der Mediator die dienstvertragsrechtliche Verantwortung übernimmt. Nicht erfasst sind Mediationen, auf die das Mediationsgesetz nicht anwendbar ist. 0
Leitsatz 11484 Jede Mediation basiert auf einer Vereinbarung über ihr Zustandekommen und Vereinbarungen über ihre Durchführung, die in einer abschließenden Vereinbarung enden. 0
Leitsatz 11474 Eine Vereinbarung muss so konkret formuliert sein, dass ein unbeteilgter Dritter genau weiß, was gemeint ist und wie sie zu vollziehen ist, ohne dass er dafür jemanden (die Parteien) befragen oder recherchieren muss. 0
Leitsatz 11473 Vor einem Mediator kann eine vollstreckbare Vereinbarung nicht erzeugt werden. Sie kann aber über einen Notar für vollstreckbar erklärt werden oder die Rechtsgrundlage für einen Vollstreckungstitel darstellen. 0
Leitsatz 4857 Bei der Vertraulichkeit schützt sich die Mediation Im Grunde selbst. Die Vertraulichkeit verhindert, dass die Mediation zu einem Beweisermittlungsverfahren missbraucht werden kann und von den Parteien nur deshalb in Anspruch genommen wird, um an die Information zu kommen, die ihnen im Streit eine bessere Verhandlungsposition geben. 0
Leitsatz 11434 Es ist außerordentlich wichtig, die Rolle der am Verfahren zu beteiligenden Personen zu qualifizieren, abzustimmen und zu klären. 0
Leitsatz 11433 Dritte sind alle in den Konflikt involvierten und alle am Verfahren teilnehmenden Personen, die nicht Parteien oder Mediatoren sind! Weil die Partei für sich selbst auftritt, sind deren Anwälte ebenfalls nur Dritte im Sinne dieser Vorschrift. 0
Leitsatz 11431 Festzuhalten ist, dass die Mediation den Mitbewerbern einerseits als Konkurrentin gegenübertritt und Nachfrage abnimmt. Andererseits steht sie als eine Vermittlerin von Dienstleistungen zur Verfügung und stellt den Mitbewerbern Nachfrage in Aussicht 0
Leitsatz 11339 Der Mediator bearbeitet nicht den Fall. Er arbeitet mit den Menschen, die den Fall zu bearbeiten haben! 0
Leitsatz 11316 Co- oder Teammediatoren dürfen niemals selbst in einen Streit geraten. Es sei denn, ihr Streit stellt eine Intervention dar. 0
Leitsatz 11314 Immer wenn der Mediator nicht alle Parteien im Blick haben kann, muss er über seine Blickfelderweiterung durch einen Co-Mediator oder eine Teammediation nachdenken. 0
Leitsatz 11312 Das Verständnis der Mediation und die eigene innere Einstellung prägen die in der Mediation möglichen Denkabläufe. 0
Leitsatz 11282 Die Welt der Mediation geht weit über das Verfahren i.S.d. Mediationsgesetzes hinaus! Sie umfasst eine Vielzahl von Anwendungen und eine dementsprechend große Zahl von Protagonisten. 0
Leitsatz 11272 Nur der Mediator, der das alles im Blick hat, ist ein guter Mediator, der für das Gelingen der Mediation einzustehen vermag. 0
Leitsatz 11271 Die Qualität der Mediation beschreibt, wie das optimalste Ergebnis mit geringstem Aufwand bei vorgegebenen Arbeitsbedingungen zuverlässig zu erzielen ist. Sie wertet alle funktionalen Parameter eines komplexen, auf vollständiger Verstehensvermittlung basierenden Vorgehens aus, um ihre Wirkungen an einem gedacht optimal verlaufenden Verfahren zu messen. 0
Leitsatz 11001 Je besser das Problem eingegrenzt werden kann, umso geringer wird der Streitanlass. Es macht deshalb Sinn, zwischen. dem Streit (Positionen) und dem zugrunde liegenden Problem zu unterscheiden. 0
Leitsatz 5318 Bei der Dienstleistung "Mediation" geht der Mediator eine rechtliche bindende Verpflichtung ein, die Mediation "nach den Regeln der Kunst" durchzuführen. Dabei geht es nicht darum, die Parteien in irgend eine Lösung zu drängen, sondern darum, ein vollinformiertes Verstehen zu ermöglichen, aus dem heraus die Parteien selbst die Lösung erkennen können! 0
Leitsatz 10904 Wenn in der Mediation überhaupt von der Führung des Mediators gesprochen. werden kann, bezieht sie sich immer nur auf den Weg, nicht auf die Lösung. 0
Leitsatz 10901 Wenn der Mediator bemerkt, dass die Kommunikation unter den Parteien assymmetrisch verläuft, muss er Abhilfe schaffen. Es ist wichtig, dass die Parteien auf gleicher Augenhöhe verhandeln. 0
Leitsatz 10890 In der Mediation gibt es kein Machtgefälle. Das bedeutet nicht, dass es außerhalb der Mediation ein Machtgefälle geben darf. Die Verhandlung in der Mediatioon erfolgt auf gleicher Augenhöhe. 0
Leitsatz 10351 Die Mediation endet bei der neutralen Entscheidungshilfe. Individuelle Dienstleistungen, wie die Beratung oder die Hilfe bei der Umsetzung (Vollstreckung, Coaching, Therapie) können von der Mediation nicht abgedeckt werden. 0
Leitsatz 9921 Die Mediation besitzt eine eigene Kompetenz zur Lösungsfindung, wozu auch die Selbstregulierungskräfte beitragen. Es ist die Aufgabe des Mediators, diese Kompetenz für sich zu nutzen. Mithin besteht die Kompetenz des Mediators darin, die Kompetenz der Mediation zur Entfaltung zu bringen! 0
Leitsatz 9902 Der Mediator muss sicherstellen, dass die Parteien Ihr Recht auf die jederzeitige, fristlose und unbegründete Kündigung (Abbruch) des Verfahrens selbständig wahrnehmen können 0
Leitsatz 9901 Jede Partei muss sich so benehmen, dass die gegnerische Partei die Mediation nicht abzubrechen hat 0
Leitsatz 9900 Anders als in jedem anderen Verfahren hat jede Partei jederzeit das Recht, die Mediation aufzukündigen. Sie kann das Recht ausüben, ohne dass sie einem Grund anführen muss und ohne Einhaltung einer Frist. 0
Leitsatz 9899 Die Freiwilligkeit ist keinesfalls das Motiv für die Mediation. Sie ist ihre Bedingung und ihre Konsequenz! 0
Leitsatz 9891 Je weiter die Verantwortung für das Verfahren und für das Ergebnis auseinanderfallen, desto geringer ist die Bereitschaft, für das Ergebnis einstehen zu wollen. 0
Leitsatz 9890 Das Gesetz verbietet es dem Mediator nicht, Vorschläge zu unterbreiten, solange die Verantwortlichkeit für die Entscheidung bei dem Medianden verbleibt! 0
Leitsatz 9665 Die Prinzipien erfüllen keinen Selbstzweck. Sie müssen sich an den Eigenschaften orientieren, für deren Verwirklichung sie einstehen. 0
Leitsatz 9849 Es ist extrem wichtig, dass der Mediator die verschiedenen Ebenen der Kommunikation und besonders die Ich-Botschaften heraushören und zurückmelden kann . 0
Leitsatz 9846 Die Mediation stellt durch ihre Struktur und die Fähigkeit zur Strukturierung mehr oder weniger automatisch Gesprächsräume zur Verfügung, wo relevante Fragen ausführlich und tiefgehend erörtert werden können. 0
Leitsatz 9847 Jedes wichtige Gespräch braucht seinen (zeitlichen) Raum und Rahmen, in dem sich die Parteien auf die zu besprechenden Themen einlassen können. 0
Leitsatz 9819 Ein Widerspruch kann nur aufgelöst werden, wenn die Bereitschaft besteht, sich dem Widerspruch zu stellen. 0
Leitsatz 9698 Grundsätzlich umfasst die Vorbereitung alles das was zur Anfertigung einer Konfliktanalyse und zur Prüfung der Voraussetzungen einer Mediation erforderlich ist und im Vorfeld der Mediation erledigt werden kann. 0
Leitsatz 9667 Anders als die Prinzipien (Bedingungen) sind die zum Wesen der Mediation gehörenden Eigenschaftsmerkmale nicht verhandelbar. Prinzipien sind verhandelbar, solange sie dem Wesen der Mediation nicht entgegenstehen. 0
Leitsatz 9666 Die Prinzipien müssen sich an den Eigenschaften orientieren, für deren Verwirklichung sie einstehen. 0
Leitsatz 9664 Es ist unbedingt erforderlich, die Eigenschaften von den Prinzipien zu unterscheiden. Die Eigenschaften definieren den Charakter der Mediation, die Grundsätze sollen die Eigenschaften verwirklichen! 0
Leitsatz 4841 Argumentieren ist die Kopfsprache. Die Sprache des Herzens kann mit Argumenten nichts anfangen. 0
Leitsatz 4910 Mediation ist eine verstehensbasierte Vermittlung im Streit zwischen den Konfliktparteien, die sich auf die gesamte Komplexität der Problemstellung einlassen kann, sich am Nutzen ausrichtet und alle denkbaren Lösungsalternativen miteinander vergleicht. Sie geht davon aus, dass die Parteien die Lösung selbst finden können, sobald sie über alle erforderlichen Informationen verfügen und sich über den zu erzielenden Nutzen bewusst sind. Der Mediator ermöglicht den Austausch darüber und hilft dabei, die Lö-sung aus einem gemeinsamen Verständnis heraus herzuleiten. 0
Leitsatz 3287 Die Mediation ist ein verstandesbasiertes Verfahren. Sie funktioniert, wo DENKEN möglich ist und eine Metaebene über den Fall und das Verfahren hergestellt werden kann. 0
Leitsatz 3273 Die Mediation beschreibt eine Verfahrensweise, mit der die Parteien durch eine Verstehensvermittlung über alle relevanten Informationen verfügen, die es ihnen ermöglichen, eine am allseitigen Nutzen orientierte Lösung zu finden. Die Lösung lässt sich auf die gesamte Komplexität der zu klärenden Fragen ein und vergleicht die gefundene Lösung mit dem möglichen Ergebnis anderer Verfahren. 0
Leitsatz 3248 Werkzeuge aus allen Disziplinen und Berufen können in der Mediation verwendet werden, wenn sie sich in die Mediation methodisch einfügen und dem Wesen der Mediation entsprechen. 0
Leitsatz 9186 Wer Verträge abschließt, muss geschäftsfähig sein! Das betrifft den Mediationsvertrag ebenso wie die Abschlussvereinbarung. 0
Leitsatz 9185 Die Mediationsfähigkeit betrifft die Farge, ob und inwieweit die Partei in der Lage ist, den Gedankengängen der Mediation zu folgen, ihre Interessen zu offenbaren und daraus eine für sie nützliche Lösung zu entwickeln. 0
Leitsatz 9171 Die Prüfung der Geeignetheit in der Mediation umfasst stets ein Clearing mit der Notwendigkeit, die Mediation von anderen Dienstleistungen und Verfahren abzugrenzen. Die Medianden müssen sich darüber im klaren sein, welchen Nutzen sie von der Mediation oder anderen Verfahren für ihre Konfliktbeilegung erwarten können. 0
Leitsatz 9153 Die Implementierung der Mediation muss sich selbst an den Grundsätzen der Mediation messen lassen. 0
Leitsatz 8988 Der geeignete Zeitpunkt für eine Faktenklärung in der Mediation ist gekommen, wenn sich eine Lösung abzeichnet und die Fakten herausgearbeitet werden, die zur Entscheidungsfindung zu klären sind. Das ist in der vierten Phase nach den Lösungsoptionen und der Bewertung der Lösungsoptionen der Fall. 0
Leitsatz 8987

In der Mediation bedarf es keiner Beweisaufnahme, weil es nicht darum geht, Positionen zu erhärten oder gegnerische Positionen zu schwächen. Es geht nicht darum, zu gewinnen. Es geht lediglich darum, die auf einem gemeinsamen Verständnis der Sachlage basierenden, entscheidungsrelevanten Unklarheiten zu beseitigen.

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Leitsatz 7469 Der Umfang der Vertraulichkeit kann und muss vom Mediator und den Medianden und gegebenenfalls den Vertragsparteien genau festgelegt und, falls erforderlich, vertraglich abgesichert werden. 0
Leitsatz 7468 Damit die Mediation grundsätzlich nicht zu einem Instrument der Konfrontation missbraucht werden kann, muss sie den offenen Gesprächsraum so weit wie möglich schützen. 0
Leitsatz 7467 Es geht darum, den Parteien einen Gesprächsraum zur Verfügung zu stellen, in dem es ihnen erlaubt ist, ihre Motive offen zu legen, ohne dass sie sich um Konsequenzen sorgen müssen, so dass ihre Gedanken freien Raum gewinnen können. 0
Leitsatz 7466 Die Vertraulichkeit unterstreicht die strategische Funktion der Mediation, die einen geschützten Gesprächsraum schaffen will, in dem eine Kooperation möglich ist. 0
Leitsatz 7399 Das Verfahren bilden den Rahmen und stellt den Weg zur Verfügung, mit dem die vereinbarten Ziele methodisch zu erreichen sind. 0
Leitsatz 7374 Die Schlichtung ist ein Verfahren der Lösungsvermittlung. Der Schlichter hilft den Parteien als neutrale dritte Person, sich auf die ein- oder andere vorzuschlagende Lösung zu einigen. 0
Leitsatz 7338 Supervision kann dem Mediator helfen, in schwierigen Fällen seine Gedanken zu ordnen. Der neutrale Expertenblick von außen hilft ihm, seine Methodik zu verbessern, weshalb die Supervision in der Ausbildung ein zwingender Bestandteil ist. 0
Leitsatz 7218 Die Anfertigung von Protokollen ist mit der Mediation nicht kompatibel, wenn sie zum Streiten benutzt werden können. 0
Leitsatz 6492 Das Sorgerecht entspricht der elterlichen Sorge, die sich aus Rechten und Pflichten zusammensetzt, ohne die Elternschaft in Frage zu stellen. 0
Leitsatz 6273 Gegenüber diesen differenzierenden Sichten ist es ebenso bedauerlich wie fehlerträchtig, wenn in der Praxis stets und schlicht von „der Mediation“ die Rede ist. 0
Leitsatz 6272 Je differenzierter die Sicht auf die Mediation ist, desto klarer ergeben sich ihre Ausprägungen. Noch immer gibt es keine einheitliche, abgestimmte Einteilung. 0
Leitsatz 6257 Die Dimensionen sind die Parameter einer Information. Sie repräsentieren die gedanklichen Eckpunkte, die in ihrer Summe den Prozess einerseits und die Fallrealität andererseits abbilden. 0
Leitsatz 6259 Die Mediationslogik beschreibt, wie die Verhandlungslogik, die Prozesslogik, die Themenlogik, die Phasenlogik und die Konfliktdynamik zusammenzuführen sind, damit sich die Mediation verwirklichen kann 0
Leitsatz 4101 Die Bewältigung der Komplexität beginnt damit, dass sie erkannt und eingestanden wird. 0
Leitsatz 6256 Der erste Schritt zur Bewältigung der Komplexität ist ihre Akzeptanz! 0
Leitsatz 6255 Dimensionen sind Variablen und Merkmale, die zur korrekten Einordnung der Information benötigt werden um die Information einerseits innerhalb der durch den Prozess vorgegebenen Struktur zu verwenden und andererseits, um die Information in der Komplexität des Falles korrekt einordnen zu können. Die Dimensionierung beschreibt den Vorgang, wie welche Dimensionen herausgebildet werden. 0
Leitsatz 6227 Starke Gefühle brauchen starke Worte. Es wäre kontraproduktiv, den offen gezeigten Hass als ein Missverständnis zu bezeichnen, um die Parteien zu beschwichtigen. 0
Leitsatz 6218 Die Kunst der Mediation besteht darin, die Bausteine des Verfahrens und des Falles zu erkennen, auseinanderzuhalten und korrekt zusammenzusetzen. 0
Leitsatz 6217 Die Parteien sollen die Lösung finden. Also müssen sie die Erkenntnisse gewinnen, damit dies möglich wird. Die im Verfahren generierten Lösungen müssen ausreichen, um sich ein Angebot zu unterbreiten, das die gegnerische Partei anzunehmen bereit ist. 0
Leitsatz 6138 Die Mediation darf nicht als formelles Verfahren (also als ein Container) angeboten werden. Ihre Methodik und Kompetenz ist aber in anderen Verfahren und Vorgängen (Containern) verwertbar! 0
Leitsatz 6137 Verstehen ist immer möglich. Wenn die Mediation als eine Vermittlung verstanden wird, entfaltet sie ihre Wirkung auch außerhalb der Mediation im Verständnis eines formellen Verfahrens. 0
Leitsatz 6126 Der Mediator versucht, die wirksamste Intervention herauszufinden. Zeigt sie nicht die gewünschte Wirkung, wertet er die Reaktion darauf aus, um Erkenntnisse für eine wirkungsvollere Intervention zu gewinnen. Aus diesen Erkenntnissen heraus wählt er ein anderes, besser greifendes Werkzeug (Intervention) aus. 0
Leitsatz 6120 Eine Intervention ist nur dann und insoweit erforderlich, wo die Mediation den Gedankengang der Parteien nicht aus eigener Kraft herstellen kann. Wenn eine Intervention in Betracht kommt, richtet sich das Aktionsziel lediglich auf den Prozess und niemals auf das Ergebnis! 0
Leitsatz 6114 Die Mediation ist ein Verfahren der Erkenntnisgewinnung, das auf den Verstand der Parteien angewiesen ist. 0
Leitsatz 6103 Wenn es zu Störungen kommt, ist zunächst zu prüfen, ob der Prozess (die Mediation) korrekt durchgeführt wurde. Sind keine Fehler erkennbar, lenkt sich der Fokus auf den Konflikt und die Frage, was die Störung (das Verhalten oder Unterlassen der Partei) für den Konflikt bedeutet. 0
Leitsatz 6095 Die Qualität des Vertrages ist daran festzumachen, ob die gefundene Lösung 1:1 umgesetzt wurde. Die Qualität der Mediation ist daran festzumachen, ob die Parteien eine Lösung gefunden haben, die beide akzeptieren können. 0
Leitsatz 6094 Mithin ist das Ziel der Mediation die Lösungsfindung und der Weg ist die einvernehmliche Suche nach einer allseits akzeptablen Lösung. Das Ergebnis ist ihre Festschreibung. Sie darf verschiedene Formate haben. 0
Leitsatz 6093 Mediation ist immer (und eigentlich nur dort) erforderlich, wo ein gordischer Knoten zu lösen ist! 0
Leitsatz 6092 Die Mediation ist ein Weg der Einigung! Die Einigung ist also nicht das Ziel, sie ist das Mittel. 0
Leitsatz 6090 Der Mediator hilft Wege zu finden, wie Menschen wieder zueinander finden und hilft ihnen dabei Hindernisse zu überwinden, die dem entgegen stehen. 0
Leitsatz 6089 Das Konzept der Mediation besteht darin, nicht gegen, sondern mit der Dynamik des Konfliktes zu arbeiten. 0
Leitsatz 6087 Wenn in einem Konflikt die Suche nach der Lösung oder nach einer noch besseren Lösung in Betracht kommt, die sich am Nutzen orientiert und alle denkbaren Aspekte der Konfliktbeilegung einbezieht, ist die Mediation die erste Wahl. 0
Leitsatz 4044 Eine unzulässige Werbung ist rechtswidrig und kann abgemahnt werden. Eine nicht zur Mediation passende Werbung sagt etwas über die Haltung und die Kompetenz des Mediators aus. 0
Leitsatz 5024 Die Andersartigkeit der Mediation erwartet ein anderes Marketing, nicht nur damit sie sich von anderen Produkten unterscheidet, sondern auch weil sie (nur) so authentisch zu vermitteln ist. 0
Leitsatz 5986 In der Mediation wird der Fokus auf die Zukunft gerichtet, NICHT auf die Vergangenheit. Gestaltet werden die Chancen in der Gegenwart als Ausgangsbedingung für die Zukunft. 0
Leitsatz 3281 Mediation ist ein Verfahren der Verstehensvermittlung, bei der das VERSTEHEN im Vordergrund steht 0
Leitsatz 5475 Grundsätzlich sollte die Lösung erst festgelegt werden, nachdem der zu erwartende Nutzen geklärt ist. 0
Leitsatz 5476 Das Verfahren sollte auf den zu erwartenden Nutzen abgestimmt sein und dazu beitragen, ihn zu verwirklichen! 0
Leitsatz 5477 Die Mediation ist das einzige Verfahren, das den Nutzen der Lösung als Erfolgskriterium im Verlauf des Verfahrens selbst ermittelt und verbindlich festlegt! 0
Leitsatz 3275 Das Verfahren gibt den Rahmen vor. Die Methode füllt ihn aus!!! 0
Leitsatz 4911 Manchmal hilft die unbeteiligte, neutrale Sicht von außen. Die Sicht aus der Metaebene kann Alles in Betracht ziehen. Sie kann den Nutzen herausarbeiten, indem die Anliegen und Sichtweisen der einen Seite wie die der Gegenseite verstanden werden. Je besser der Mediator die Parteien versteht, desto besser kann er ein wechselseitiges Verstehen der zur Lösung führenden Entscheidungsgrundlagen vermitteln. 0
Leitsatz 3242 Mediation ist die verstehensbasierte Suche nach einer intelligenten, am Nutzen ausgerichteten Lösung 0
Leitsatz 5946 Der Mediator sollte, vor dem Hintergrund eines unterschiedlichen kulturellen Zeitverständnisses, das Zeitverständnis (monochron oder polychron) abstimmen, die Möglichkeiten und Herausforderungen der zeitlichen Planung offen legen und abstimmen, wie damit umzugehen ist. 0
Leitsatz 5945

Bei Distanzmediationen (z.B. Cross Border Mediationen oder internationale Mediationen) ist auf die Zeitverschiebung und die dadurch bedingten unterschiedlichen Lokalzeiten zu achten. Am besten ist es, Telefontermine oder Termine für ein Online-Meeting zu vereinbaren.

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Leitsatz 5944 Wenn der Mediator die Identität der Partei überprüft, ist er nicht verpflichtet, sich Dokumente, wie z.B. einen Personalausweis oder eine Vollmachtsurkunde vorlegen zu lassen. 0
Leitsatz 5943 Der Mediator muss sich gleich zu Beginn der Mediation vergewissern, dass die Streit- oder die Konfliktparteien persönlich anwesend sind. Im Vertretungsfalle muss er den Umfang der Vertretungsbefugnis prüfen. 0
Leitsatz 5925 Grundsätzlich betrifft die Wertschätzung stets das Sein. Das Lob hingegen betrifft das Handeln. 0
Leitsatz 5913

Die Zukunft ist zwar nicht vorhersehbar. Deshalb besteht eine Unsicherheit, ob und inwieweit die herbeizuführende Lösung die gewünschte Kausalität auslöst. Richtig herbeigeführt, setzt die Lösung allerdings einen kausalen Anfangspunkt, der an einem planbaren Nutzen ausgerichtet werden kann.

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Leitsatz 5912 Wenn es der Gedanke ist, der die Anfangsbedingung für einen kausalen Verlauf setzt, würde ein anderer Gedanke eine andere Zukunft auslösen. 0
Leitsatz 5893 Der Konflikt entsteht aus einem Widerspruch und trägt den Widerspruch in sich. Gelingt es, diesen Widerspruch wieder in eine Balance zu bringen, ist der Konflikt gelöst. 0
Leitsatz 5892 Um den Konflikt aufzuhalten, müssten Gegenkräfte mobilisiert werden, die ihrerseits viel Energie verzehren. Besser ist es, die in der Konfliktdynamik verborgene Energie zu nutzen! 0
Leitsatz 5796 Das Ziel der Mediation ist erreicht, wenn die Lösung gefunden wurde. Die Abschlussvereinbarung markiert also nicht das Ziel. Sie ist aber der erste Schritt zur Umsetzung und Verwirklichung des Ziels. Dezufolge kommt es darauf an, die gefundene Lösung festzuhalten, verbindlich zu machen und Fragen der Umsetzung zu klären. 0
Leitsatz 5474 Es ist zwischen dem Nutzen des Verfahrens und dem Nutzen zu unterscheiden, den die Lösung einbringen soll! 0
Leitsatz 5473 Wer überzeugen will, muss verstehen und verstanden werden. 0
Leitsatz 5472 Jedes Verfahren verfolgt einen vorgegebenen Zweck. Wenn in einem Konflikt die Suche nach der Lösung oder nach einer noch besseren Lösung in Betracht kommt, die sich am Nutzen orientiert und alle denkbaren Aspekte der Konfliktbeilegung einbezieht, ist die Mediation die erste Wahl, denn ihr Zweck besteht darin, den situationsbedingt maximalen Nutzen für die Parteien herzustellen. 0
Leitsatz 5471 Die Mediation beschreibt eine Vorgehensweise, bei der es um die auf allseitigem Verstehen basierte, eigenverantwortliche und kooperative Suche nach einer optimalen, von allen zu akzeptierende Lösung geht. 0
Leitsatz 5470 In der Mediation ist die Lösung nicht der Ausgangspunkt des Verfahrens, sondern ein Ziel. Die Mediation ist ergebnisoffen, sodass die Lösung zu finden ist. Das wechselseitige Verstehen ist die Bedingung dafür. 0
Leitsatz 5469 Die Mediation ist eine Verstehensvermittlung. Die Lösung ergibt sich aus dem Verstehen, so dass sich eine Lösungsvermittlung erübrigt 0
Leitsatz 5468 Die Suche nach einer Lösung ist immer dann angezeigt, wenn die vorgestellte Lösung keine volle Befriedigung verspricht. Das wäre z.B. der Fall, wenn das angestrebte Verfahren nicht in der Lage ist, alle Aspekte der Komplexität zu beachten. 0
Leitsatz 5467 Wenn die Bearbeitung einen umfassenden Schwerpunkt setzt, breit genug ist und tief genug geht, wenn sich also die Lösung über alle Themen erstreckt und den maximalen Nutzen für alle erzielt, kann der Konflikt als endgültig gelöst angesehen werden. 0
Leitsatz 5466 Wer den gleichen Weg gehen will, muss zumindest das gleiche Ziel verfolgen. Es gibt Schnittstellen, wie mehrere zu koordinierende Vorgänge auf ein Ziel ausgerichtet werden können. Damit dies gelingt, müssen die Vorgänge auseinandergehalten werden, sodass zwischen der Kausalität des Streites, des Konfliktes und der des Verfahrens unterschieden werden kann! 0
Leitsatz 5465 Jedes Verfahren beschreibt (lediglich) ein Stück des Weges, den die Parteien zur Konfliktlösung zurückzulegen haben. 0
Leitsatz 5321 Die Haltung des Mediators beschreibt die Art und Weise des Denkens, das eine wertefreie Metaebene für den Fall und den Prozess abbilden kann! 0
Leitsatz 5320 Der Mediator sollte das Wissen haben, warum Menschen sich verstehen oder eben nicht 0
Leitsatz 5319 Alles richtet sich an den Anforderungen aus, die eine Verstehensvermittlung erfordert! 0
Leitsatz 5317 Die Mediation ist ein methodisches Vorgehen, mit dem sich das Wesen der Mediation verwirklicht. 0
Leitsatz 4390 Das Recht der Mediation ist nur dann einschlägig, wenn das Verfahren unter den Begriff Mediation zu subsummieren ist, wie er im Mediationsgesetz definiert wurde! Aus §5 Mediationsgesetz ergibt sich, dass solche Mediationen nur von einem ausgebildeten Mediator durchgeführt werden können. 0
Leitsatz 5314 Die Mediation ist weder eine Rechtsberatung noch eine Rechtsentscheidung! Trotzdem spielt beides in der Mediation eine Rolle. 0
Leitsatz 5253 Die Mediation wird als ein kommunikatives Verfahren beschrieben, weil die Kommunikation das zentrale Arbeitsmittel ist, um die Parteien zu verstehen und Verstehen zu vermitteln. 0
Leitsatz 5258 Die Kommunikation hat mehrere Ebenen. Augenfällig sind die Sachebene und Emotionsebene. Der Empfänger (besonders der Mediator) sollte darauf achten, auf welcher dieser Ebenen kommuniziert wird. Die Kommunikationsebene kann am Tonfall identifiziert werden. Sie wird beispielsweise erkennbar, wenn der Sender von dem sachlichen Ton abweicht. Dann sollte der Empfänger auf die Emotionsebene folgen. Der Mediator sollte die Emotionsebene aufdecken. 0
Leitsatz 5257 Die Kommunikation hat mehrere Ebenen. Augenfällig ist die Sachebene und Emotionsebene. Die Emotionsebene wird erkennbar, wenn der Sender von dem sachlichen Ton abweicht. Dann sollte der Empfänger auf die Emotionsebene folgen. 0
Leitsatz 5254 Für eine gelingende Kommunikation sind immer zwei (alle Kommunikationsteilnehmer) verantwortlich. 0
Leitsatz 5245 Was ich wahrnehme ist nicht das, was Du wahrnimmst. Auch was wir beide zusammen wahrnehmen hat wenig damit zu tun, was wirklich ist! Es ist nicht die Aufgabe des Mediators darüber zu entscheiden was wahr ist oder nicht. Seine Aufgabe besteht darin, die unterschiedlichen Sichten herauszustellen, um dann, in einem zweiten Schritt, eine gemeinsame Sicht auf das, was beide Parteien als die Realität anerkennen können, zu finden oder zu ermöglichen. 0
Leitsatz 4762 Die Mediation ist stets geeignet, wenn es um die Suche nach einer am Nutzen orientierten Lösung geht mit der ein Konflikt gelöst oder vermieden wird. 0
Leitsatz 5150 Wenn die Parteien eine Metasicht einnehmen können und sich ohne dass es einer Übersetzung bedarf in die Lage der Gegenseite hineinversetzen können, genügt unter Umständen eine Konfliktmoderation, die ihre Gedanken lediglich auf die Metaebene lenkt und den Nutzen fokussiert. 0
Leitsatz 4245 Die Abschlussvereinbarung ist in ihrem rechtlichen Schicksal unabhängig von der Frage der Wirksamkeit der Mediation zu beurteilen. Verfahrensfehler wirken sich also NICHT auf die Wirksamkeit der Vereinbarung aus! 0
Leitsatz 4222 In der Mediation sollen die Parteien sich wechselseitige Angebot unterbreiten von denen sie erwarten können, dass die Gegenseite sie auch annimmt. Damit die Angebote angenommen werden können, müssen Sie sich auf die Interessen der Gegenseite einlassen. Es genügt also nicht, dass die Parteien die Sachlage kennen. Sie müssen auch die Motive kennen und alles was notwendig ist, um sich ein Angebot zu unterbreiten, das den situativen Ansprüchen und Erwartungen beider Seiten genügt. 0
Leitsatz 5146 Die gefundene Lösung ist stets an einer möglicherweise besseren oder schlechteren Lösung zu messen! 0
Leitsatz 5145 Die Mediation findet nicht nur irgendeine Lösung. Sie vergleicht die gefundene Lösung auch mit anderen möglichen Lösungen, sodass die Parteien sich für die beste Lösung entscheiden können. 0
Leitsatz 5141 Damit die Mediation als eine Methode der Streitbeilegung den Bürgern nicht entzogen wird, ist die Unterscheidung zwischen dem Mediator als Funktion und dem Mediator als Dienstleister angebracht. 0
Leitsatz 5108 Äußere (vorgegebene) Regeln sind nur insoweit zulässig, als sie die Mediation in ihrem Wesen garantieren. Innere (in der Mediation zu vereinbarende) Regeln beschreiben, wie der Mediator und die Parteien die Mediation gestalten. 0
Leitsatz 5107 Je mehr die Mediation geregelt wird umso mehr verliert sie den Charakter eines informellen,. selbstbestimmten Verfahrens. 0
Leitsatz 5077 Erweiterungen und Kombinationen sind möglich, wenn es gelingt, die Bausteine der Verfahren entweder anders zusammenzusetzen oder stimmig zu erweitern 0
Leitsatz 5075 Durch die Deklination der Mediation in Methoden und den dadurch möglichen Methodenabgleich wird die Mediation zu einer Schablone, an deren Matrix sich alle anderen Verfahren messen lassen, einschließlich der Mediation selbst 0
Leitsatz 5070 Alles ist ein Teil vom Ganzen. Das perfekte Verfahren bezieht sich auf das Ganze, wo alle zur Konfliktlösung und Konfliktbewältigung notwendigen Elemente zusammengeführt werden können. 0
Leitsatz 5055 Ein umfassend ausgebildeter Mediator MUSS sich mit allen Konflikten auskennen und er MUSS alle Konflikte in verschiedenen Verfahrensvarianten und Anwendungsfeldern bearbeiten können. 0
Leitsatz 5048 Bei der gerichtsnahen Mediation ist die Mediation ein eigenständiges Verfahren, das den Vorschriften des Mediationsgesetzes unterliegt! 0
Leitsatz 5045 Standards versuchen die Anwendung der Mediation zu konkretisieren. Sie tragen zu einer erhöhten Rechtssicherheit bei und geben Orientierung für das Verhalten in der Mediation oder im Bezug auf die Mediation. 0
Leitsatz 4989 Im umfassenden Kostenverständnis beschreiben die Konfliktkosten einerseits den Schaden, den der Konflikt verursacht und andererseits die Kosten für die Schadensbeseitigung. 0
Leitsatz 4987 Gem. §3 Abs. 1 Mediationsgesetz muss der Mediator darauf hinweisen, ob und inwieweit durch die Kostenregelung seine Neutralität und Unabhängigkeit in Frage gestellt sind. 0
Leitsatz 4985 Wenn der Mediator eine Information einbringt, ist er für die Richtigkeit der Mediation verantwortlich! 0
Leitsatz 4976 Dem Verständnis hilft es am Besten, wenn die Mediation als eine verstehensbasierte Streitvermittlung, mithin als ein Verfahren der Vermittlung begriffen wird, das die gesamte Komplexität des Falles bei der Mediation beachtet 0
Leitsatz 4975 Je mehr sich die Mediation etabliert, umso schärfer wird der Wettbewerb, wenn er nicht an mediativen Grundsätzen ausgerichtet wird! 0
Leitsatz 4974 Die Einigung ist stets in der Lage, das Recht zu korrigieren! 0
Leitsatz 4973 Mediation ist keine Rechtsprechung. Auch nicht wenn sie im Gericht stattfindet! 0
Leitsatz 4972 Die Politik nimmt (unbewussten) Einfluss auf die Implementierung der Mediation, indem sie dem Konsens einen Weg bereitet - oder ihn verhindert. 0
Leitsatz 4971 Je mehr Raum der Konsens bekommt, umso wahrscheinlicher wird die Mediation! 0
Leitsatz 4970

Die Mediationspolitik ist ein Maßstab für die Entwicklung der Mediation. Sie sollte deshalb ein mediatives Vorbild sein!

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Leitsatz 4969 Die Qualität der Ausbildung muss sich an der Qualität der Durchführung einer Mediation orientieren, nicht umgekehrt! 0
Leitsatz 4182 Die Ausbildung muss sich an den herauszubildenden Kompetenzen orientieren, die sich wiederum auf eine korrekte Durchführung der Mediation beziehen lassen! 0
Leitsatz 4962 Je breiter die Erfahrungen gestreut sind, umso besser ist es für den Lern- und Umsetzungprozess. 0
Leitsatz 4949 Der Mediator muss stets die Bedeutung des Gesagten und des Verhaltens herausarbeiten. Er bedient sich dabei des präzisen Zuhörens. Nur so kann er seinen Auftrag der Verstehensvermittlung erfüllen! 0
Leitsatz 4945 Der Konflikt ergibt den Maßstab für die erforderliche Bearbeitungstiefe in der Mediation. Der Streit ist seine mögliche Ausprägung und deshalb ein Symptom. Er liefert die Indizien, den (eigentlichen) Konflikt zu identifizieren 0
Leitsatz 4944 Konflikt ist ein stets emotional wahrgenommener dilammatischer Widerspruch, der nicht ignoriert werden kann und deshalb zum Handlungsmotiv wird. 0
Leitsatz 4943 Streit und Konflikt sind NICHT dasselbe! 0
Leitsatz 4936 Genaues Beobachten und Zuordnen ist angesagt. 0
Leitsatz 4935 Idioms (Redewendungen) vermeiden. 0
Leitsatz 4934 Auch Begriffe, die selbstverständlich erscheinen oder sich wie Füllworte anfühlen, können eine Bedeutung haben und sind zu hinterfragen. 0
Leitsatz 4933 Im Umgang mit schriftlichen Dokumenten ist es ratsam, den Originaltext kontextsensitiv neben den übersetzten Text zu stellen. 0
Leitsatz 4932 ALLES muss übersetzt werden! 0
Leitsatz 4930 Der Mediator sollte ein eventuelles Verständigungsgefälle thematisieren und abstimmen, wie damit umzugehen ist. 0
Leitsatz 4931 Der Mediator muss besonders auf sprachliche Missverständnisse achten. Er sollte die Gefahr solcher Missverständnisse thematisieren und mit den Parteien abstimmen, wie damit umzugehen ist. 0
Leitsatz 4923 Nur der Mediator, der alle Benchmarks im Blick hat, ist ein Mediator, der für das Gelingen der Mediation einzustehen vermag 0
Leitsatz 4922 Wenn es dem Mediator darauf ankommt, den sichersten und schnellsten Weg durch das Verfahren zu finden, wird er den Bearbeitungsgegenstand in Phase 2 auf die Zielsetzung in Phase 1 beziehen und an der Nutzenbeschreibung in Phase 3 ausrichten. Die Lösungen der Phase 4 müssen den Nutzenerwartungen der Phase 3 entsprechen. Die Umsetzung in Phase 5 muss die in Phase 4 gefundene Lösung realisieren. Die Positionen müssen in den Themen aufgehen, während die Themen konkreten Konflikten zugeordnet sind. Die Positionen müssen von den Lösungen abweichen oder als Lösung in einem anderen Licht er-scheinen. Die Einigung muss die Umsetzung der Lösung sein, die wiederum die Umsetzung der Nutzenerwartung ist. Die Nutzenerwartung muss von einer Beschaffenheit sein, welche den Mangel als anzunehmende Konfliktursache beseitigt. 0
Leitsatz 4921 Die Qualität der Mediation beschreibt, wie das optimalste Ergebnis mit geringstem Aufwand bei vorgegebenen Arbeitsbedingungen zuverlässig zu erzielen ist. Sie wertet alle funktionalen Parameter eines komplexen, auf vollständiger Verstehensvermittlung basierenden Vorgehens aus, um ihre Wirkungen an einem gedacht optimal verlaufenden Verfahren zu messen. 0
Leitsatz 4920 Ein präzises Verständnis der Mediation erfordert die Unterscheidung zwischen partei-, leistungs-, verfahrens- und ergebnisbezogenen Elementen, um die Parameter aufeinander auszurichten und ihre Wirkungen zu analysieren. 0
Leitsatz 4917 Obwohl der Gesetzgeber die Begriffe Streit und Konflikt synonym verwendet, ist ein Streit etwas anderes als ein Konflikt und von diesem zumindest hinsichtlich der Bearbeitung zu differenzieren. 0
Leitsatz 4916 In der Mediation würde ein Mediator darauf achten, dass die Medianden ein Bewusstsein über die durchzuführende Reise haben. Hier übernimmt der Reiseleiter diesen Job. Das Ziel, die Prinzipien und die Wesenshaftigkeit der Mediation müssen den Medianden klar sein, sonst können sie nicht mitfahren. Die Parteien sollen helfen, das Boot zu manövrieren. Die Reise ist nicht zu ihrem Vergnügen gedacht. 0
Leitsatz 4915 Je näher Sie an den Konfliktherd herankommen, umso besser sind die Chancen, den Konflikt zu lösen. 0
Leitsatz 4914 Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Lösungsinhalte hängen allein vom Willen der Streitenden ab. Ein sicheres Fundament für Erfolg einer Mediation ist, wenn die Parteien bereit sind, sich vertrauensvoll auf die Mediation, den Mediator und sein Können einzulassen. 0
Leitsatz 4913 Jeder Mediator muss Ihnen über die Wahl der auf den Konflikt passenden Mediation Auskunft geben. Nicht zuletzt, weil diese Entscheidung für das ein oder andere Mediationsmodell Einfluss auf die Qualität und somit auch die Kosten der Mediation nimmt. Fragen Sie also stets nach welchem Mediationsmodell der Mediator vorzugehen beabsichtigt, wenn er nicht von sich aus darauf zu sprechen kommt. 0
Leitsatz 4906 Die Grundsätze der interkulturellen Mediation gelten immer dann, wenn Menschen in Streit geraten, die aus unterschiedlichen Gruppen stammen, in denen unterschiedliche Werte und Verhaltensweisen charakteristisch werden. 0
Leitsatz 4905 Die internationale Mediation betrifft eine Mediation, die keine CBM ist und in der ausländisches Recht zur Anwendung kommt oder zumindest eine Rolle spielt. 0
Leitsatz 4878 Einfühlung setzt die Bereitschaft voraus, den Anderen so anzunehmen, wie er ist. Das erfordert mehr als nur Toleranz. Das erfordert Akzeptanz. Das erfordert, dass die Gefühle des anderen ernst genommen und nicht in Frage gestellt werden dürfen. 0
Leitsatz 4877 Sinnestäuschungen führen zu Wahrnehmungsfehlern, diese wiederum führen zu Denkfehlern und diese wiederum führen zu fehlerhaften Bewertungen! Die größte Täuschung ist die Täuschung darüber, dass der Mensch keiner Täuschung unterliegt. 0
Leitsatz 4876 Paradoxien sind ein wichtiges Medium der Reflexion. Sie helfen, den Gordischen Knoten zu lösen. 0
Leitsatz 4875 Bei Videokonferenzen ist der Mediator gut beraten, die Fragen des Sichtfeldes, der Anwesenheit Dritter und der Aufzeichnungen anzusprechen. Er muss die Vertraulichkeit soweit wie möglich sicherstellen 0
Leitsatz 4874 In der Mediation werden die Motive synonym mit den Interessen beschrieben. 0
Leitsatz 4871 Je kleiner die Denkschritte, desto präziser wird das Denken! 0
Leitsatz 4870 Sie schützen sich vor vorschnellen Interpretationen (Bewertungen), indem Sie mindetens zwei Hypothesen bilden, die die Situation, das Verhalten oder die Äußerung erklären können. 0
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