Dienstleistungsqualität | Die Dienstleistungsqualität ist ein Bestandteil der Mediationsqualität. Sie erweitert die Qualitätsmaßstäbe des Verfahrens um einen Maßstab zur Kontrolle und Optimierung der Dienstleistung, die das Verfahren anbietet. |
Soft Skills | Der aus dem Englischen stammende Begriff spricht die "weichen Fähigkeiten" an. Damit werden die auf die Person, nicht auf das Fachwissen zurückzuführenden Fähigkeiten beschrieben. Angesprochen werden persönliche, soziale und methodische Kompetenzen. Soft Skills werden auch als überfachliche Qualifikation bezeichnet, wodurch sie sich zu den Hard Skills, also den fachlichen Fähigkeiten abgrenzen. |
Mediationspuzzle | Die Mediation kann mit einem Puzzlespiel verglichen werden. Sie weist ähnliche Spieleigenschaften auf. Es gibt nur einen Gewinn und keine Gewinner, alle Informationen fügen sich wie Puzzlesteine zusammen, sodass die korrekte Einordnung zur Vervollständigung des Bildes führt und die Lösung erkennbar wird. |
Menschenrechte | Rechte, die sich aus der Würde des Menschen herleiten und begründen lassen. Menschenrechte sind unveräußerlich, unteilbar und unverzichtbar. Sie stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und unabhängig davon, wie sie leben. |
Menschenrechtsmediation | Das LkSG (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz) sieht in §8 vor, dass über Menschenrechtsverletzungen ein Verfahren der einvernehmlichen Streitbeilegung durchgeführt werden kann. Es wird nicht genau gesagt, was das für ein Verfahren ist. Eine Mediation ist jedoch möglich. |
Streitdimensionen | Damit sind die Dimensionen des Streitkontinuums gemeint, nämlich: Fakten / Emotionen und Beziehungen bzw. Positionen / Interessen und Bedürfnisse sowie gegebenenfalls die Zeit. Die Qualität der Verfahren zur Konfliktbeilegung kann daran gemessen werden, ob und wie sich die Verfahren auf die Streitdimensionen einlassen. Die Streitdimensionen finden sich in den Konfliktdimensionen wieder. |
Verfahrensdienstleistung | Die originäre Dienstleistung des Mediators ist eine Verfahrensdienstleistung. Sie ist auf die Durchführung des Verfahrens der Mediation beschränkt. |
mediative Verhandlung | Die Mediation lässt sich auf die Verhandlungstheorie zurückführen und geht darüber hinaus, wenn der Erkenntnisprozess in den Vordergrund gestellt wird. Um diese Abweichung herauszustellen, könnte und sollte die mediative Verhandlung als ein eigenwilliges Verhandlungskonzept beschrieben werden. |
Technologie Mediation | Vermittlung zwischen Entwicklern und Nutzern im internationalen Transfer von Umwelttechnologien zur Steigerung der Effizienz bei der technischen Unterstützung. |
Verfahrensstrukturvergleich | Die Leistungsfähigkeit wird in Erkenntnisschritte unterteilt, die sich an den Phasen der Mediation orientieren. Wenn davon ausgegangen wird, dass die Mediation alle Erkenntnisschritte vorhält, die zu einer einvernehmlichen Lösung führen, bildet sie den Maßstab, an dem andere Verfahren zu messen sind. |
Bauchgehirn | Das Gehirn, wie wir es heute kennen, ist im Laufe einer langen Evolution entstanden. Etwa 100 Millionen Zellen im menschlichen Gedärm sind denen im Gehirn verblüffend ähnlich und produzieren vergleichbare Substanzen. Sie bilden ein zweites Nervenzentrum, das wie ein kleines Hirn im Bauch weitgehend autonom funktioniert. Dieses Zentrum wird auch als Bauchgehirn (Bauchhirn) bezeichnet. Es ist für unser Bauchgefühl zumindest auch zuständig. |
Bauchgefühl | Intuition als emotionale, nicht vom Verstand geprägte Einschätzung. |
one-party-Mediation | Siehe Einzelmediation |
Einzelmediation | Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Er bezieht sich zum einen auf die Zahl der Mediatoren. Dann ist die Einzelmediation eine Mediation, die nur mit einem Mediator durchgeführt wird. Der Begriff wird aber auch verwendet, wenn die Mediation nur eine Partei betrifft. Sie ist von der Stellvertretermediation abzugrenzen. Es dürfte sich dabei jedoch nicht um eine Mediation i.S.d Mediationsgesetzes handeln. |
Denkwelten | Die Denk- oder Gedankenwelten der Mediation beschreiben die unterschiedlichen gedanklichen Räume, die die Medianden während einer Mediation zu durchlaufen haben. Unterschieden werden die kaputte Welt, die heile Welt und die reale Welt. |
Emanzipation | Der Begriff geht auf einen lateinischen Ursprung zurück, der sich aus den Wortteilen "e" = aus, "manus" = Hand und "capere" = nehmen zusammensetzt. Mit dem aus der Hand nehmen wird eine Verselbständigung beschrieben, die es dem Individuum erlaubt, eine eigene Dynamik der Lebensgestaltung sowie der Lebensplanung zu entwickeln. Die Emanzipation spielt in vielen Beziehungskonflikten eine Rolle. Sie ist deshalb ein Prozess, der in der Mediation Beachtung findet. |
Watchlist | Der Begriff stammt aus dem englischen und wird wörtlich ins Deutsche übernommen. Er meint eine Liste, in der Beobachtungen zusammengeführt werden. Im Bereich der Mediation wurde der Begriff eingeführt, um die Gesetze zu beobachten und um herauszufinden, ob und wo ein Änderungsbedarf besteht. |
Syreli-Verfahren | Die Bezeichnung steht für Système de Résolution de Litiges. Das bedeutet übersetzt Streitschlichtungsverfahren. Das Verfahren wurde von der französischen Domain-Registrierungsstelle AFNIC (Association française pour le nommage internet en coopération) im Jahr 2011 nach dem Vorbild der Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy (UDRP) der ICANN geschaffen. Es kann verwendet werden, wenn die Schutz- oder Namensrechte durch eine französische Internetdomain verletzt werden. |
transzendente Werkzeuge | Transzendente Werkzeuge bilden den Gegensatz zu den immanenten Werkzeugen. Gemeint sind alle Hilfsmittel, die über die Mediation hinausgehen und dazu beitragen, die Mediation zu verwirklichen. Im Vordergrund stehen die Interventionen, also Eingriffe, die erforderlich sind, damit sich die Parteien auf den durch immanente Werkzeuge realisierten Gedankengang der Mediation einlassen können.
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immanente Werkzeuge | Die immanenten Werkzeuge sind die der Mediation innewohnenden Werkzeuge, also alle Werkzeuge, die den Gedankengang der Mediation verwirklichen. |