Wortzuteilung | Aufforderung oder Zuweisung einer Gelegenheit, sich zu äußern. Übertragung des Rederechts. |
Gespräch | Definitionsgemäß handelt es sich bei einem Gespräch um einen mündlichen Gedankenaustausch durch Rede und Gegenrede. Die Mediation ist ein kommunikationslastiges Verfahren, bei dem das Gespräch im Mittelpunkt steht. Die Mediation gibt dem Gespräch einen Rahmen und eine Struktur. |
Redestab | Es gibt verschiedene Arten, wie Parteien das Wort erteilt werden kann. Statt eine Partei auszuwählen, die zu reden beginnt, sollten die Parteien gefragt werden, wer anfangen will. Die Reaktion auf die Frage zeigt das Beziehungsverhalten der Parteien. |
Fishbowl | Es gibt verschiedene Arten, wie Parteien das Wort erteilt werden kann. Wenn die Gesprächsgruppe zu groß ist, kann versucht werden, die Gesprächsteilnehmer auf einen kleinen Kreis zu reduzieren. Die Fishbowltechnik versucht die Reduktion, ohne Diskussionsteilnehmer auszuschließen, indem sie einer großen Gesprächsgruppe einen Stuhlkreis anbietet, in den sich nur eine kleine Zahl von Personen setzen darf. Wer etwas zu sagen hat, muss in den Stuhlkreis. Wenn er nichts mehr zu sagen hat, muss er den >Stuhlkreis verlassen.
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Diskussion | Eine Diskussion ist ein Austausch von Argumenten, Meinungen, Informationen und Ideen zwischen zwei oder mehreren Personen oder Gruppen. Ihr Ziel ist es, durch einen offenen Dialog und eine konstruktive Debatte eine tiefere Einsicht in ein bestimmtes Thema oder Problem zu erlangen. In der Mediation spielt die Diskussion eine nachgeordnete Rolle. Sie wird gegebenenfalls sogar verhindert. |
Verfahrenslandkarte | Übersicht über die Verfahren auch zur Analyse von Parallelprozessen und zur Standortbestimmung sowie zur Frage von Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Mediation. |
Debatten | Das Wort Debatte stammt aus dem lateinischen "debattere", was "niederzuschlagen" oder "abzukämpfen" bedeutet. Eine Debatte ist eine strukturierte Diskussion oder ein Streitgespräch, bei dem zwei oder mehr Parteien unterschiedliche Standpunkte zu einem Thema präsentieren, argumentieren und verteidigen. Ziel einer Debatte ist es oft, eine Frage zu klären, eine Lösung für ein Problem zu finden oder eine Meinungsbildung zu ermöglichen. In der Mediation würde aus der Debatte eine Auseinandersetzung. |
Informationsarchitektur | Der Begriff Informationsarchitektur stammt aus der Informatik. Die Informationsarchitektur befasst sich mit der Organisation und der Strukturierung von Inhalten. Sie ist besonders für Designer und Webseitenbetreiber von Bedeutung. Das Konzept wird als Grundlage für die Mediationsarchitektur übernommen. |
vererbte Konflikte | Manchmal werden Verhaltens- und Konfliktmuster aus vorangegangenen Generationen unbewusst übernommen, sodass sie sich über Generationen hinweg fortsetzen. Die ist der Fall bei einer transgenerationalen Traumatisierung, bei einer konfliktaffinen Familiendynamik und bei Internalisierten Überzeugungen und Muster. Bei innerfamiliären Konflikten kann es deshalb auch in der Mediation Sinn machen, sich die Familiengeschichte näher anzuschauen. |
Verschwägerung | Die Definition ergibt sich aus §1590 BGB: Die Verwandten eines Ehegatten sind mit dem anderen Ehegatten verschwägert. Die Linie und der Grad der Schwägerschaft bestimmen sich nach der Linie und dem Grade der sie vermittelnden Verwandtschaft. Die Schwägerschaft dauert fort, auch wenn die Ehe, durch die sie begründet wurde, aufgelöst ist. |
Verwandtschaft | Die Definition ergibt sich aus §1589 BGB: Personen, deren eine von der anderen abstammt, sind in gerader Linie verwandt. Personen, die nicht in gerader Linie verwandt sind, aber von derselben dritten Person abstammen, sind in der Seitenlinie verwandt. Der Grad der Verwandtschaft bestimmt sich nach der Zahl der sie vermittelnden Geburten. Die Verwandtschaft ist von der Schwägerschaft abzugrenzen. |
Erbschaftsmediation | Die Erbschaftsmediation oder auch Erbmediation ist eine Mediation in einer Erbschaftsangelegenheit. Sie ist ein Unterfall der Rechtsnachfolgemediation und kommt der Familienmediation nahe. Allerdings bezoieht sie sich nur auf Erbschaften und Erbfälle. Dabei kann es um die gesetzliche oder die gewillkürte Erbfolge gehen. Meist geht es um die Frage der Verteilung des Nachlasses. Der Konflikthintergrund geht darüber jedoch hinaus. |
Erbmediation | Die Erbmediation ist ein Unterfall der Rechtsnachfolgemediation, bezieht sich allerdings nur auf Erbschaften und Erbfälle. Dabei kann es um die gesetzliche oder die gewillkürte Erbfolge gehen. Meist geht es um die Frage der Verteilung des Nachlasses. Der Konflikthintergrund geht darüber jedoch hinaus. |
Genealogie | Die Genealogie oder die Ahnenforschung bezieht sich auf die Erforschung und Dokumentation der Abstammung, der Familiengeschichte und der Verwandtschaftsbeziehungen von Personen. Die Genealogie ist eine wichtige Methode zur Rekonstruktion von familiären Beziehungen und zur Verfolgung von Familiengeschichten über Generationen hinweg. Sie kann in der Mediation als ein Werkzeug zur Ermittlung von Familienbeziehungen und Erbschaftsverhältnissen genutzt. |
Einsicht | Einsicht ist ein nach innen gerichteter Prozess der dazu führt, dass Eigenschaften, Zusammenhänge und Beziehungen eines Objektbereiches subjektiv hinreichend genau erkannt, geistig erfasst und sachlich richtig begriffen werden. |
Erkenntnis | Grundsätzlich bezieht sich die Erkenntnis auf das Verständnis oder das Wissen über etwas. Sie beinhaltet das Aufnehmen, Verarbeiten und Interpretieren von Informationen, um zu einer Einsicht oder einem Verständnis über etwas zu gelangen. Die Parteien müssen Erkenntnisse und Einsichten gewinnen, um den Konflikt beilegen zu können.
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Generationenkonflikt | Wie der Name sagt, geht es um einen Konflikt an dem Personen unterschiedlicher Generationen beteiligt sind. Der kann die Auseinandersetzung zwischen Eltern und Kind, zwischen Mitarbeitern verschiedener Altergruppen in einem Unternehmen aber auch die unterschiedlichen Sichtweisen und Prägungen zweier oder mehrerer Generationen innerhalb der Gesellschaft betreffen. Der Generationenkonflikt kann zur Ausprägung einer Auseinandersetzung mit der älteren ebenso wie mit der jüngeren Generation werden. Vorsicht ist insofern geboten, weil der Konflikt meist nicht in der Generation begründet liegt. |
Generationenmediation | Mediation in Generationenkonflikten (dt. Wort für Elder Mediation). |
Wissenschaft | Gemeinhin wird die Wissenschaft als ein systematischer Ansatz zur Untersuchung und Erklärung der Naturphänomene und der menschlichen Erfahrungen angesehen. Sie basiert auf der Anwendung von logischem Denken, Beobachtung, Experimenten und Schlussfolgerungen, um Erkenntnisse über die Welt um uns herum zu gewinnen. Das Hauptziel der Wissenschaft ist es, Wissen zu generieren, bestehendes Wissen zu erweitern und zu verfeinern sowie Hypothesen zu testen und Theorien zu entwickeln, die unsere physische und soziale Realität erklären können. |
Epistemologie | Der Begriff Epistemologie wird synonym mit der Erkenntnistheorie verwendet. Er beschreibt einen ein Zweig der Philosophie, der sich mit der Natur, dem Ursprung und den Grenzen des Wissens befasst. Es geht um die Frage, wie wir wissen, was wir wissen, und wie wir zu unseren Erkenntnissen gelangen. Die Nähe zur Mediation stellt sich nicht nur dadurch her, dass es auch dort um Erkenntnisse geht. |