20:40 Methode | Bei der Lösungsfindung werden die Parteien aufgefordert, 40 Lösungsvorschläge in 20 Minuten vorzulegen. |
Big Five der Mediation | Damit sind nicht etwa die Persönlichkeitsmerkmale des Big Five, sondern die wichtigsten Grundsätze (Prinzipien) der Mediation gemeint, die in einer Wechselbeziehung zueinander stehen. |
Konfliktarbeit | Konfliktarbeit ist ein Ansatz, der sich auf die Arbeit mit Konflikten zwischen verschiedenen Individuen oder Gruppen konzentriert. Es kann sowohl in persönlichen als auch in beruflichen Umgebungen angewendet werden und zielt darauf ab, die Ursachen von Konflikten zu identifizieren, zu verstehen und zu lösen. Die Konfliktarbeit erfordert zunächst eine Identifikation des Konfliktes, eine klare Beschreibung der beteiligten Parteien über ihre Standpunkte und der Konfliktursachen. Danach können verschiedene Methoden eingesetzt werden, um den Konflikt zu lösen. Dazu gehören die Vermittlung durch Dritte und das Einbeziehen von Mediationstechniken und Interventionen. Es ist wichtig, den Konflikt nicht zu ignorieren oder zu unterdrücken, sondern ihn aktiv anzugehen und Lösungen zu finden, die langfristig halten. |
Wiederaufnahme der Mediation | Juristisch gesehen ist die Wiederaufnahme die erneute Prüfung eines bereits rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens. In der Mediation geht es jedoch nicht um die Prüfung von Fehlern, sondern allenfalls um die Anpassung einer Lösung bei Veränderungen. Die Wiederaufnahme ist also entweder eine Fortsetzung der Mediation oder eine neue Mediation. |
Nachbehandlungsbedarf | Der Nachbehandlungsbedarf beschreibt die Notwendigkeit, den Parteien auch nach der Lösungsfindung noch Unterstützung anzubieten. Er kann nur eingeschränkt vom Mediator wahrgenommen werden. Der Nachbehandlungsbedarf betrifft die folgenden Fälle:
- Vollstreckung (Vollziehung) einer Abschlussvereinbarung
- Therapie oder Coaching zur vereinbarten Verhaltensänderung
- Überwachung der Abschlussvereinbarung
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Empfindlichkeit | Empfindlichkeit bezieht sich auf eine Überreaktion auf bestimmte Reize oder Situationen, die für die meisten Menschen nicht besonders belastend wären. Die Empfindlichkeit kann durch psychische Störungen wie Angststörungen oder Depressionen verstärkt werden.In einigen Fällen kann Empfindlichkeit dazu führen, dass Menschen anfälliger für Stress und emotionale Belastungen sind, was ihre Resilienz beeinträchtigen kann. Menschen, die sehr empfindlich sind, können schneller von äußeren Reizen überwältigt werden und sich schwerer erholen, wenn sie mit schwierigen Situationen konfrontiert werden. |
Zuführung zur Mediation | Es gibt verschiedene Fallgestaltungen, die unterschiedliche Wege in die Mediation weisen. Die Kenntnis wann welcher Weg zielführend ist, hilft nicht nur den Parteien bei der Suche nach dem optimalen Weg in die Konfliktbeilegung. |
differenzierte Konfliktzuweisung | Das Prinzip der differenzierten Konfliktzuweisung ist ein Vorschlag Greger's zur Regelung der Konfliktbeilegung. Der Vorschlag ziel darauf ab, dass für jeden Konflikt ein passendes Verfahren angeboten wird. Der Vorschlag würde von den Konflikdimensionen abweichen und übersehen, dass die Konflikte nicht deckungsgleich mit den Verfahren sind. |
Ruhen des Verfahrens | Das Ruhen des Verfahrens ist in § 251 ZPO geregelt. Die Vorschrift besagt, dass das Gericht das Ruhen des Verfahrens anzuordnen hat, wenn beide Parteien dies beantragen und anzunehmen ist, dass wegen Schwebens von Vergleichsverhandlungen oder aus sonstigen wichtigen Gründen diese Anordnung zweckmäßig ist. Während das Verfahren ruht, kann keine Entscheidung ergehen. Allerings hat die Anordnung des Ruhens keinen Einfluss auf sogenannte Notfristen (Rechtsmittelfristen, Rechtsmittelbegründungsfristen usw.). Ein zum Ruhen gebrachtes Verfahren wird durch Antrag wiederaufgenommen. |
Verweisung | Unter dem Begriff Verweisung wird die Verfahrensübergabe bei örtlicher oder sachlicher Unzuständigkeit des Gerichts verstanden. Sie ist z.B. in §17a Abs. 2 GVG oder in §281 ZPO geregelt. Es gibt auch eine Verweisung vor einen Güterichter gem. §278 Abs. 5 ZPO, die allerdings einem eigenen Schicksal unterliegt und nicht aus einer Unzuständigkeit heraus erfolgt. |
Letter of Intend | Ein Letter of Intent (LOI) ist eine Absichtserklärung, die von einer Partei an eine andere Partei gerichtet wird, um ihr Interesse an einer Geschäftsbeziehung oder einem Vertrag zum Ausdruck zu bringen. Er kann auch wechselseitig erklärt werden und eine gemeinsame Absicht ausdrücken. Die Absichtserklärung bekräftigt, eine bestimmte Handlung oder einen bestimmten Vertrag abzuschließen zu wollen. Eine Absichtserklärung kann verbindliche oder unverbindliche Elemente enthalten und dient in der Regel dazu, eine Basis für weitere Verhandlungen zu schaffen. Ein Letter of Intend kann auch eine Abschlussvereinbnarung in der Mediation sein. |
Belief | Der Begriff "Belief" wird in der Psychologie und verschiedenen Konzepten des Menschen auf unterschiedliche Weise verwendet, je nach dem spezifischen Bereich, in dem er eingesetzt wird. Generell bezeichnet er das prägende Lebenskonzept oder die Grundannahmen des Lebens , das unsere menschlichen Entscheidungen und unser Verhalten beeinflusst. |
Skript (TA) | In der Transaktionsanalyse (TA) bezeichnet das Skript die Prägung, die uns Menschen mit auf den Weg gegeben wird. Das Skript wird mit der Theorie der Lebensanschauungen aufgedeckt. Sie hilft uns zu verstehen, wie die Grundhaltungen und Überzeugungen einer Person ihre Transaktionen mit anderen Menschen beeinflussen. |
Chaospendel | Das Chaospendel kann als ein Demonstrationsobjekt dafür eingesetzt werden, wie unvorhersehbar die Zukunft ist. Spielen Sie einfach das Video auf der Seite Chaos ab und lassen es auf die Parteien wirken. So unberechenbar wie das Tripendulum reagiert, so unberechenbar ist die Zukunft. |
Sechs-Faktoren-Modell | Erweiterung des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeitseinschätzung um den Charakterzug der Ehrlichkeit und Bescheidenheit. Der sechste Faktor wurde eingeführt, um ein Modell zu finden, das global in allen Erdteilen anwendbar ist. |
Myers-Briggs-Typindikator | Der Myers-Briggs-Typindikator, kurz MBTI genannt, soll den Menschen helfen, ihre Persönlichkeit besser zu verstehen und ihre Stärken und Schwächen zu erkennen, um ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, ihre Arbeitsleistung und ihr persönliches Wachstum zu verbessern. Das auf der Theorie von Carl Jung basierende und von Katherine Briggs und Isabel Myers entwickelte Konzept kategorisiert Menschen anhand von vier Dimensionen, wobei jede Dimension zwei Pole hat. Die vier Dimensionen und ihre jeweiligen Pole sind:
- Extraversion (E) oder Introversion (I)
- Sensing (S) oder Intuition (N)
- Thinking (T) oder Feeling (F)
- Judging (J) oder Perceiving (P)
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dunkle Tetrade | Die sogenannte dunkle Tetrade (oder Triade) der Persönlichkeit stellt ein Persönlichkeitsprofil dar, das sich aus Machiavellismus, Narzissmus, Sadismus und Psychopathie zusammensetzt.
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Prägung des Menschen | Die Prägung des Menschen bezieht sich auf die Einflüsse, die auf eine Person während ihrer Entwicklung einwirken und ihr Verhalten und ihre Persönlichkeit beeinflussen. Diese Einflüsse können aus der Umwelt, der Kultur, der Familie und anderen Faktoren stammen. Sie beeinflussen das Denken und das Handeln. |
Prägung der Mediation | Die Prägung der Mediation beschreibt die wesentlichen, charakterbestimmenden Merkmale des Verfahrens. Sie dient als eine praxisnahe Orientierung zur Kontrolle der Vorgehensweise in der Mediation. Der Begriff wird synonym mit dem Wesen der Mediation verwendet. |
Synchronisation | Die rekursive Kommunikation der Mediation bewirkt eine Synchronisation der Kommunikation. Die Technik ist das Loopen. Die Einbindung in die Mediationslogik bewirkt eine Synchronisation des Denkens. Die Technik ist das Dimensionieren. Die Synchronisation erfolgt zunächst zwischen dem Mediator und jeder Partei im Dialogformat. Später wird die Kommunikationsachse zwischen den Parteien geöffnet, sodass sie Teil der Synchronisation werden. Die Synchronisation ist Teil der Verstehensvermittlung. |