Reaktanz | Psychologische Reaktanz entsteht, wenn die eigene Entscheidungsfreiheit bedroht oder eingeschränkt wird. Es ist der Versuch, diese Freiheiten wiederherzustellen. Sie wird oft durch psychischen Druck wie Verbote oder offensichtlicher Beeinflussung ausgelöst. |
hoch eskalierte Konflikte | Nach der Eskalationstheorie von Glasl und den Auffassungen von Mediatorn ist eine Mediation bei hoch eskalierten Konflikten nicht möglich. Gemeint sind Konflikte der Eskalationsstufen höher als Stufe sieben, wo das Konfliktverhalten die Selbstvernichtung in Kauf nimmt. Die Mediation ist möglich, wenn auch schwierig. Es bedarf einer Autorität, damit die Parteien sich auf die Mediation einlassen und in der Mediation bleiben. |
Gesprächsregeln | Gesprächsregeln sind von den Gesprächsgrundsätzen und den Grundsätzen der Mediation zu unterscheiden. Sie werden mit den Parteien vereinbart, wenn sie erforderlich sind, um das Gespräch unter Kontrolle zu haben. |
Konfliktphänomene | Konfliktphänomene sind Erscheinungsformen des Konfliktes. Sie werden im Wiki zusammengefasst und beschrieben. |
Übertragung | Die Übertragung reaktiviert alte, meist frühkindliche Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Bindungen, mit der alte Gefühle, Erwartungen, Fantasien, Wünsche und Ängste in aktuellen Beziehungen reaktiviert werden. |
Gegenübertragung | Die Übertragung reaktiviert alte, meist frühkindliche Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Bindungen, mit der alte Gefühle, Erwartungen, Fantasien, Wünsche und Ängste in aktuellen Beziehungen reaktiviert werden. Die Gegenübertragung ist das Pendant dazu. Sie beschreibt die emotionale Reaktion einer anderen Person auf die Übertragung, wo eigene ähnliche Muster hervorgerufen werden. |
Resonanz | Die Resonanz ist ein physikalisches Phänomen, das die Verstärkung oder die Schwingungsübertragung beschreibt und dadurch zum Mittönen oder Mitschwingen eines anderen Körpers führt. Im Übertragenen Sinn bedeutet Resonanz auch Widerhall, Verständnis, Zustimmung. In der Psychologie wird der Begriff im Zusammenhang mit sozialen Interaktionen und zwischenmenschlichen Beziehungen verwendet. Im NLP beschreibt er die Fähigkeit, eine harmonische Verbindung oder Übereinstimmung mit einer anderen Person herzustellen. |
Metaebene | Die Metaebene bezeichnet eine Ebene aus der heraus eine übergeordnete Sichtweise möglich ist. Sie erlaubt eine Reflexion ihres Systems oder ihrer Struktur und der darin vorkommenden Verhaltensweisen, so dass diese als Objekte (von außen betrachtet) behandelt werden können. |
argumentieren | Gründe zum Beweis oder zur Rechtfertigung darlegen. Das Argumentieren passt in die Phase 2, wo Positionen (und deren Begründung) dargelegt werden. Wenn es noch später in der Mediation vorkommt, muss sich der Mediator fragen, ob die Mediation auf dem richtigen Kurs ist. Für den Mediator selbst gibt es in keinem Fall einen Grund diese Technik anzuwenden. Auch dann nicht, wenn er angegriffen wird. |
Dimensionalonthologie | Der Begriff geht auf Viktor Franke zurück. Er schreibt dem menschlichen Sein drei Dimensionen zu: das Leibliche (Somatische), das Seelische (Psychische) und das Geistige (Noetische). Es ist ein interessanter antroposophischer Ansatz zum Verständnis des Menschen, der in der Logotherapie und auch in der Mediation verwertbar ist. |
Schuldgefühle | Schuldgefühle würden typischerweise dann ausgelöst, wenn Personen das Leiden Anderer als ihr eigenes Verschulden ansehen und sich dafür verantwortlich fühlen. Sie sind von der Schuld und der Verantwortung zu unterscheiden. |
Konfliktverhalten | Das Konfliktverhalten beschreibt die Art und Weise, wie mit dem Konflikt umgegangen wird. |
Pflichtverletzung | Es geht um die Pflichten des Mediators in der Mediation und um die Verletzung dieser Pflichten. Die Auseinandersetzung mit den Pflichten ist ein wichtiges Thema, bei dem in der Praxis und der Rechtsprechung viel Unklarheit besteht. |
Orangenbeispiel | Das aus dem Harvard-Konzept stammende Orangenbeispiel belegt deutlich den Effekt, wenn Positionen von Interessen unterschieden werden. Das Orangenbeispiel wird oft als Metapher für eine Mediation genutzt. Es schildert jedoch nur einen Aspekt der Mediation, der auch nicht immer zielführend ist. Das Orangenbeispiel ist nicht direkt ein Werkzeug der Mediation, wohl aber eine Metapher, wie die Werkzeuge zu benutzen sind. |
Phänomenologie | Der Begriff der Phänomenologie setzt sich mit dem Sichtbaren auseinander. Er wird aus den altgriechischen Wörtern abgeleitet die mit Erscheinung und Lehre übersetzt werden können. Die Phänomenologie der Konflikte ist somit die Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen der Konflikte, um daraus eine Lehre abzuleiten. |
Waffenstillstandsvereinbarung | Vereinbarung während der Mediation um Störungen, Aggressionen und Einflüsse von außen auf das Verfahren abzuwehren. |
psychologische Waffen | Es gibt psychologische Waffen, so wie es auch eine psychologische Kriegsführung gibt. Diese Gattung der psychologischen Waffen bezieht sich auf verschiedene Techniken oder Strategien, die darauf abzielen, das Verhalten, die Einstellungen oder die Wahrnehmungen von Menschen zu beeinflussen, ohne physische Gewalt anzuwenden. Beispiele sind:
- Propaganda: Verbreitung von Faslchinfomationen
- Psychologische Kriegsführung: Der moralische und psychologische Zustand des Feindes wird beeinflusst.
- Soziale Manipulation: Taktiken, die das Verhalten oder die Überzeugungen von Menschen in sozialen Gruppen beeinflussen.
- Gaslighting: Eine Form der psychologischen Manipulation, bei der das Opfer an seinem eigenen Verstand zweifeln soll.
- Subliminale Botschaften: Versteckten oder kaum wahrnehmbaren Botschaften, die auf das Unterbewusstsein beeinflussen.
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Waffen | Waffen sind Geräte, Instrumente, oder Vorrichtung als Mittel zum Angriff auf einen Gegner, zum Erlegen von Tieren, zur Zerstörung von Bauwerken, technischen Anlagen usw. oder zur Verteidigung. Sie sind ein Mittel der Gewaltanwendung, die definitionsgemäß auch ohne Waffen auskommt. Wenn Waffen zum Einsatz kommen, ist das Ziel der Mediation nicht nur einen Waffenstillstand, sondern eine Waffenniederlegung zu erreichen. |
Metaphern | Metaphern sind Wortbilder, die rationale Sachverhalte assoziativ umschreiben. Bilder sagen mehr als Worte. Um Bilder zu transportieren, muss man nicht zwingend Papier und Bleistift benutzen. Es geht auch mit Bildbeschreibungen oder eben Metaphern.
Wenn die Parteien Metaphern verwenden, ist es geschickt sich auf das Bild einzulassen und es zu vervollständigen oder zu hinterfragen. Beispiele: Metaphern zur Mediation siehe Metaphern |
Indianertaktik | Die Überlieferung sagt, dass Indianer-Eltern im Tiki über die Kinder gesprochen haben, in dem Wissen, dass die Kinder das Gespräch durch die dünnen Zeltwände hören können. Dieser Trick kann auch in der Mediation sinnvoll eingesetzt werden. |