Pausieren | Pausen können verschiedene Bedeutungen haben. Zum einen sind sie notwendig um Erschöpfung auszugleichen, wenn lange intensive Verhandlungen stattgefunden haben. Dann ist eine Kaffeepause oder eine Mittagspause einzurichten. Zum anderen sind sie notwendig, damit sich Gedanken setzen können. Dann ist nach dem Satz oder der Frage ein kurzer Moment innezuhalten, damit sich der Gedanke im Kopf der Parteien etablieren kann. |
Mäeutik | Auch als Hebammenkunst bezeichnet. Es ist eine von Sokrates entwickelte Frageform, die dem Gesprächspartner zu einer Erkenntnis verhilft, indem er durch geeignete Fragen dazu veranlasst wird, den betreffenden Sachverhalt selbst herauszufinden.
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assoziatives Befragen | Die Frage soll herausfinden, was der Partei in den Sinn kommt, wenn sie bestimmte Trigger erhält (mit etwas konfrontiert wird). Beispiel: "Was fällt Ihnen ein, wenn Sie .... hören?" |
Assoziationen aufdecken | Paraphrasen und Fragen decken die Denkweise des Medianden auf. Die Assoziationen werden angesprochen und hinterfragt. |
Mind-Mapping | Gehirnnahe Visualisierung von vernetzten Gedanken und strukturierten Ideen |
Systemisches Konsensieren | Abfrage und Abstimmungsverfahren in demokratischen Prozessen. Es wird nicht die Mehrheit für etwas erfragt, sondern der Widerstand dagegen. |
Reframing | Einen neuen, andern Blickwinkel ermöglichen, indem eine andere Perspektive angeboten wird oder ein neuer Kontext hergestellt wird. Das Refrain ändert den Bezugsrahmen, in dem das Problem bewertet wird. |
Kommunikationstechniken | Werkzeuge (Techniken) zur Verbesserung der Kommunikation |
Visualisierung | Sichtbarmachung von Erkenntnissen, Vorgängen und Gesprächsinhalten, die den Verlauf der Mediation bestimmen. |
Spielwechsel | Ein Wechsel von der Konfrontation in die Kooperation wird dadurch erschwert, dass unter dem Gesichtspunkt der Konfrontation Kooperationsangebote als Konfrontation verstanden werden. Den Ausweg bietet ein Spielwechsel, der die Kooperation hermetisch von der Konfrontation abtrennt. |
Totschlagargumente auflösen | Totschlagargumente oder Killerphrasen sind Aussagen, die darauf angelegt sind, ein Gespräch schnell und ohne Ergebnis zu beenden. Killerphrasen verfügen über keinen wirklichen Informationsgehalt. Meistens beinhalten sie eine Abwertung. Wenn ihre Bedeutung erkannt wird, lassen sie sich umwandeln. |
Beruhigen | Ruhe vermitteln durch emphatisches Eingehen auf eine andere Person. |
Spiegeln | Im hier verstandenen Sinn bedeutet Spiegeln die Reaktion auf Verhaltensweisen eines Gesprächspartners, indem dessen Perspektive eingenommen und das Verstandene an ihn „zurückspiegelt“ wird. Der Vorgang wird mit dem aktiven und präzisen Zuhören beschrieben. In der Psychologie gibt es noch andere Konnotationen zu dem Begriff. |
Ja-Straße | Im Streit neigen die Parteien zu einem ablehnenden Denken. Sie fokussieren das was schlecht läuft und dementsprechend ungünstig entwickeln sich ihre Gedanken, wenn sie auf eine Lösung ausgerichtet werden. Der Mediator nimmt die Parteien in ein Ja-Denken. Erstelle positive Aspekte heraus (die die Parteien zwar äußern aber nicht sehen). Alle seine Fragen werden mit einem Jahr beantwortet. Die Parteien werden Schritt für Schritt in ein positives Denken überführt. |
Zauberstab | Eine Denkhilfe die dazu führen soll, dass die Parteien sich eine positive Lösung vorstellen und ihre Skepsis überwinden können. |
Augenbewegungen deuten | Die Augen als Spiegel der Seele zeigen innere Vorgänge an. Anhand der Augenwegegung soll erkennbar sein, woran der Mensch gerade denkt. |
Interessen statt Positionen | Der Mediator soll sich auf die Motive (Interessen) konzentrieren, weil sie die Bedeutung Wirklichkeit erhellen. |
Trennung Mensch-Problem | Die Technik wurde im Harvard Konzept entwickelt. Sie soll verhindern, dass Probleme dazu verwendet werden den Menschen zu Attributtieren (siehe auch fundamentaler Attributionsfehler. |
Tabu-Technik | Techniken, die mit dem Wesen der Mediation nicht im Einklang stehen |
Übersetzen (Fremdsprachen) | Die Verwendung von Fremdsprachen erschwert das Verstehen in der Mediation. Der Mediator muss Vorkehrungen treffen, um die Übersetzungsverluste gering zu halten und dabei Einiges beachten, sodass die Übersetzung von Fremdsprachen ein beachtliches Werkzeug der Mediation ist. Anwendungsfälle ergeben sich in der internationalen Onlinemediation, bei der CrossBorderMediation und der unterkulturellen Mediation Übersetzungen |