Ehevertrag | Mit einem Ehevertrag können Eheleute Regeln für die Ehe und Regeln für den Fall der Trennung oder Scheidung vorgeben. Dann ist von einer Scheidungsfolgenvereinbarung die Rede. Der Ehevertrag ist gegebenenfalls an eine Form gebunden. |
Scheidungsfolgenvereinbarung | Mit der Scheidungsfolgenvereinbarung regeln Eheleute die Folgen einer Trennung oder Scheidung. |
Verfahrensaspekte | Als Verfahrenseffekte werden die Ausprägungen der Verfahrenskriterien und die Spielarten der Verfahren beschrieben. Sie erlauben eine graduelle Gegenüberstellung und somit eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit für die unterschiedlichen Verfahrenskategorien. |
Konsensvergleich | Ein Vertrag, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis NICHT im Wege gegenseitigen Nachgebens, sondern basierend auf Einsicht und voller Interessenbefriedigung beseitigt wird. |
Kompromissvergleich | Ein Vertrag, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis im Wege gegenseitigen (resignativen) Nachgebens beseitigt wird. Es ist der von § 779 BGB geregelte Fall. |
Entscheidungshilfe | Hilfe bei der Entscheidung (Finden und Auswählen von Lösungsalternativen). Wer die Mediation als ein Informationsmanagement begreift, sieht in ihr eine Entscheidungshilfe bei Widersprüchen usw. |
Value Focused Thinking | Das wertebezogene Denken soll den Entscheider über seine Fundamentalbedürfnisse bewusst werden lassen. Es findet sich in der Mediation im Windows 1 und der Interessenerhellung wieder. |
Nutzwertanalyse | Die Nutzwertanalyse ist ein Bewertungsverfahren bei dem nicht monetäre Ziele verglichen werden. |
Fundamentalziele | Ziele im Entscheidungsprozess mit einem eigenständigen Wert. |
Instrumentalziele | Ziele im Entscheidungsprozess ohne eigenständigen Wert. Sie werden benutzt, um Wirkungen auf ein fundamentales Ziel zu entfalten. |
Bias Faktoren | Verzerrungen bei der Wirkungsprognose im Entscheidungsprozess lassen sich durch Verzerrungsfaktoren darstellen. |
Leitsatz | Leitender Grundsatz, Theoreme, Lehr- und Merksätze. In der Mediation sollen Leitsätze helfen, den richtigen Weg durch die Mediation zu finden. Leitsätze dienen dem Verständnis. Regeln sind zu befolgen. |
Harmonieagenten | Der Begriff wird synonym mit Streitschlichern verwendet (im konkreten Fall an einer Schule) |
interkulturelle Kompetenz | Wie auch in der Mediation setzt sich die interkulturelle Handlungskompetenz aus dem Wissen, der Fertigkeit (also der Fähigkeit das Wissen anzuwenden) und der Einstellung zusammen. Die soziale Kompetenz spielt eine wichtige Rolle, ebenso wie die Einstellung. |
Konfliktzuweisungsprinzip | Das Prinzip der differenzierten Konfliktzuweisung erwartet, dass für jeden Konflikt das passende Verfahren bereitgestellt wird. |
Double Bind | Die Kommunikation enthält zwei widersprüchliche Botschaften. |
Streitkultur | Streitkultur ist die Kultur des Streitens und der verbalen Auseinandersetzung. Die Mediation soll zur Verbesserung der Streitkultur beitragen. |
UNCITRAL | UNCITRAL ist das Akronym für die Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (United Nations Commission on International Trade Law). Sie verfolgt den Zweck, die Vereinheitlichung des internationalen Handelsrechts zu fördern. Als solches befasst sie sich auch mit Arbitration und Mediation. |
Komplexität | Die Komplexität bezeichnet die Vielschichtigkeit eines Problems oder einer Situation. Es gibt keine monokausalen Begründungen (obwohl der Mensch sich ständig versucht, sich das einzureden), weshalb die Menschen verschiedenste Methoden (bewusst oder unbewusst) anwenden, um die Komplexität zu reduzieren. Dabei wird übersehen, dass viele Komponenten auf verschiedenste Weise miteinander interagieren. Die Komplexität spielt in der Mediation eine wichtige Rolle, weil sie selbst komplex ist und weil sie die Fähigkeit besitzt, die Komplexität zu bewältigen (siehe Komplexitätsbewältigung). |
Impostor phenomenon | Das Impostor phenomenon wird im Deutschen auch als Hochstapler-Syndrom bezeichnet. Es handelt sich um ein psychologisches Phänomen, bei dem jemand die eigenen (beruflichen) Erfolge auf äußere Umstände zurückführt statt auf eigene Fähigkeiten und Kompetenzen. |