aktives Zuhören | Aktives Zuhören beschreibt ein intensives, verstehendes Zuhören. Der Zuhörer zeigt nicht nur, dass er aufmerksam zuhört, er bescheinigt das was er verstanden hat auch durch Rückmeldungen (Loop). Das aktive Zuhören wird in den Loops durch das Paraphrasieren oder das Verbalisieren erweitert. |
Storytelling | Geschichten erzählen (Beispiele, Gleichnisse) |
Ablaufschema | Siehe Phasenablaufschema. Das Phasenablaufschema fasst die Einzelheiten, die sich aus der Ablaufbeschreibung der Mediation ergeben, zusammen. |
Mediatorenfähigkeit | Die Fähigkeit des Mediators mit dem vorliegenden Konflikt zurechtzukommen. Sie wird mit der subjektiven Geeignetheit geprüft. |
Digitalisierung | Ursprünglich war die Umwandlung von analogen Werten in digitale Formate gemeint, die sich informationstechnisch verarbeiten lassen. Heute wird der Begriff der Digitalisierung weitergehend mit dem technologischen Wandel gleichgesetzt. Die Digitalisierung macht vor der Mediation keinen Halt. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeiten und Grenzen herauszufinden, wo die Digitalisierung der Mediation entgegenkommt und wo sie mit ihr kollidiert. |
digitale Kommunikation | Sie wird im 4. Axiom der Kommunikation erwähnt. Demnach bedient sich die menschliche Kommunikation analoger und digitaler Modalitäten. Der digitale Inhalt ist das Wort. Der analoge Inhalt ist die Art und Weise wie es gesagt wird. Die Kommunikation erschließt sich aus dem einen und dem anderen. Die analoge Kommunikation ergibt die Bedeutung für die digitale Kommunikation wie umgekehrt. |
analoge Kommunikation | Die sinnlich wahrnehmbare, non-verbale Kommunikation. Sie wird in der Mediation mit dem Spiegeln bzw. mit der Technik des Verbalisierens digitalisiert (also ansprechbar gemacht). |
Hybridausbildung | Der Begriff wurde eingeführt, um die Frage der Präsenzpflicht in der Ausbildung zu konkretisieren. Weil eine reine Onlineausbildung in der Mediation als unzureichend angesehen wird, bezeichnet die Hybridausbildung die Kombination von Onlinepräsenz und realer Präsenz. Sie ist vom Fernstudium abzugrenzen. |
digitale Kompetenz | Die digitale Kompetenz beschreibt die Fähigkeit, die Onlinetechnik zur Verwirklichung der Mediation einzusetzen. Ihr Hauptanwendungsfall ist die Online-Mediation. |
Online-Meeting | Der Begriff bezeichnet in der Regel Gespräche, die virtuell über das Internet stattfinden. Online-Meetings ist also ein Oberbegriff. Hier meinen die Meetings meist spontane Treffen mit nur wenigen Teilnehmern. Das Format würde auf ein Einzelgespräch zutreffen. Es ist von den Online-Workshops, den Online-Konferenzen, den Online-Mediationen und den Online-Supervisionen abzugrenzen. |
Mediationsfähigkeit | Analog zur Prozessfähigkeit die Fähigkeit der Partei an einer Mediation teilzunehmen |
Teilnahmeeignung | Siehe Teilnahmeberechtigung. Die Frage der Eignung zur Teilnehme geht allerdings mit der Frage der Mediationsfähigkeit einher. |
Teilnahmeberechtigung | Es geht um die Frage, wer überhaupt alles an einer Mediation teilnehmen muss, kann und darf. |
Recherchenverzeichnis | Recherchen spielen in der Mediation eine wichtige Rolle. Das Recherchenverzeichnis stellt den Recherchebedarf in der Mediation zusammen und die dazu angebotenen Hilfsmittel bei Wiki to Yes. |
Recherche | Recherchen spielen in der Mediation eine wichtige Rolle. Sie sind das Mittel um sich intensiv zu bemühen, etwas herauszufinden, sich zu informieren oder Kenntnisse anzueignen. Sachverhaltsrecherchen obliegen den Parteien. Die Recherchen des Mediators konzentrieren sich auf Fragen zur Herangehensweise in der Mediation, zur Aneignung von Hintergrundwissen und zur Einschätzung von Situationen und Verhaltensweisen als Grundlage für eine Verfahrensentscheidung. Wiki to Yes bietet dafür viele Hilfestellungen an. |
Nutzenkriterien | Die in der Mediation zu erarbeitenden Nutzenkriterien sind mit den Erfolgskriterien der Mediation gleichzusetzen. Sie werden in der dritten Phase erarbeitet. |
Rollenklärung | Eine Partei oder ein Beteiligter können in der Mediation unterschiedliche Rollen einnehmen. Die Klärung und Zuweisung der Rolle ist außerordentlich wichtig, um die dem Status der Person zugeschriebenen Verhaltens- und Bedeutungsmerkmale festzulegen. Was für die Mediation wichtig ist, betrifft auch andere Verfahren und Beziehungen, wo Menschen in unterschiedlichen Rollen auftreten. |
Rolle | Eine Rolle im soziologischen Verständnis beschreibt die dem Status einer Person zugeschriebenen Verhaltens- und Bedeutungsmerkmale. |
Zukunftsprinzip | Die Mediation sucht Lösungen für die Zukunft in der Gegenwart. |
Vertraulichkeit | Die Vertraulichkeit ist eine Bedingung, die die Gesprächsoffenheit sicherstellen soll. Sie wird auch als ein Prinzip beschrieben. |