Mediation als Alternative | Eine Alternative ist die Gelegenheit, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden. Die Entscheidung bildet dann eine Alternative, wenn die Möglichkeiten das gleiche Ziel verfolgen. In diesem Verständnis mag hinterfragt werden, ob die Mediation wirklich eine Alternative etwa zum Gerichtsverfahren ist oder ob sie doch nicht eher etwas anderes ist. Die Auseinandersetzung über diese Frage trägt zum Verständnis der Mediation bei und wirkt sich gegebenenfalls sogar auch auf das Marketing aus. |
Erkenntnislogik | Die Erkenntnislogik beschreibt das folgerichtige, zur Erkenntnis führende Denken. Wenn die Mediation ein Erkenntnisprozess ist, so die kognitive Mediationstheorie, sollte der Mediator die Denkweisen kennen, die zur Erkenntnisgewinnung beitragen. |
Induktion | Die Induktion beschreibt eine Erkenntnislogik. Sie bedeutet Herbeiführung oder Veranlassung. Sie wird auch als verallgemeinerndes Denken bezeichnet. Unter ihr versteht man die Ableitung einer allgemeinen Regel durch eine oder mehrere Bedingungen. Da aus Einzelfällen abgeleitet wird ist die Schlussfolgerung möglicherweise nicht wahr, allerdings können neue Erkenntnisse gewonnen werden. |
Deduktion | Die Deduktion beschreibt eine Erkenntnislogik. Sie bedeutet Ableitung oder Herleitung. Sie wird auch als logisches Schließen bezeichnet. Die Schlussfolgerung ist die logische Konsequenz (Wirkung) aus einer logischen Regel und einer gegebenen Bedingung. Aus mindestens 2 Aussagen wird eine neue Aussage abgeleitet. Es können wahre (oder auch zwingende) Schlüsse gezogen werden. Neue Erkenntnisse lassen sich aber nicht gewinnen. |
lineares Denken | Das lineare Denken ist ein gradliniges Denken. Das Ziel (die Lösung) wird auf direktem Weg ohne Umschweife angestrebt. Das lineare Denken führt in das Problem hinein. |
Triebkraft | Freud verwendet im Zusammenhang mit der Homöostase den Begriff der Triebkraft. Er meint damit einen körperlichen Spannungszustand, in dem die Störung als die Triebquelle, die Beseitigung der Störung als das Triebziel und das Mittel, das wir dazu verwenden, als das Triebobjekt bezeichnet wird.
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Prinzip der Differenz | Lebewesen existieren nur aus und in einer jeweiligen Differenz. Wahrnehmen heißt Unterschiede wahrnehmen. Neurophysiologisch betrachtet macht sich der Unterschied bereits als eine Spannungsdifferenz an den Synapsen bemerkbar. Das Prinzip der Differenz führt in das Konzept der Homöostase, die einen Gleichgewichtszustand in einem sich selbstregulierenden, offenen, dynamischen System herstellen will. |
Prinzip der Differenz | Lebewesen existieren nur aus und in einer jeweiligen Differenz. Wahrnehmen heißt Unterschiede wahrnehmen. Neurophysiologisch betrachtet macht sich der Unterschied bereits als eine Spannungsdifferenz an den Synapsen bemerkbar. Das Prinzip der Differenz führt in das Konzept der Homöostase, die einen Gleichgewichtszustand in einem sich selbstregulierenden, offenen, dynamischen System herstellen will. |
Evaluierung (Mediation) | Während und nach jeder Mediation muss der Mediator prüfen, ob die Mediation auf Kurs liegt und korrekt verläuft. Dazu dient ihm das Qualitätsmanagement. Um aber zu erkennen, ob die Mediation auch bei den Parteien gegriffen hast oder nicht dient die Evaluierung der Mediation, die im Anschluß an der Mediation durchgeführt wird. |
Evaluierung (Mediationsgesetz) | Mit dem Begriff Evaluierung ist meist die Evaluierung des Mediationsgesetzes gemeint. Die Evaluierung wurde am 14.06.2017 von dem Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer erstellt. Hintergrund war die Frage, ob weitere gesetzliche Maßnahmen erforderlich sind, um die Mediation zu fördern. |
Korrespondenzsystem | Die Mediation unterscheidet zwischen dem Mediationssystem und dem Streitsystem. Das sind die Systeme, die sich direkt auf das Verfahren beziehen. Es gibt daneben stehende äußere Systeme, die ebenfalls Einfluss nehmen. Sie werden Korrespondenzsysteme genannt. Ein Beispiel ist das Helfersystem. |
Lösungshindernisse | Lösungshindernisse bezeichnen die Hürden, die auf dem gedanklichen Weg zum Verstehen in der Mediation zu überwinden sind.
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NLP | siehe neurolinguistische Programmierung |
Anwaltszwang | Es gibt Verfahren, bei denen sich die Parteien vor Gericht durch einen Anwalt vertreten lassen müssen. Die Pflicht, einen Anwalt beizuziehen, wird als Anwaltszwang bezeichnet. Mediatoren müssen wissen, wann ein Anwalt gegebenenfalls einzuschalten ist (z.B. bei Scheidung), um ihn rechtzeitig einzubeziehen. |
Nash-Gleichgewicht | Das Nash-Gleichgewicht ist ein Begriff der Spieltheorie. Er bezeichnet die dominante Strategie oder Strategienkombination, von der kein Spieler abweichen kann, ohne einen Nachteil zu haben. Das Nash-Gleichgewicht beschreibt das dominante Lösungskonzept bei nichtkooperativen Spielen. |
Spieltheorie | Die Spieltheorie ist von der Spieletheorie zu unterscheiden. Während sich die Spieletheorie eher pädagogisch mit Spielen wie Sackhüpfen befasst und deren Einsatzmöglichkeiten untersucht, handelt es sich bei der Spieltheorie um eine mathamatische Theorie zur rationalen Entscheidungsfindung in strategischen Situationen, die Spielen ähnlich sind, bei denen 2 und mehr Personen beteiligt sind. Die Spieltheorie hilft, strategische Fragen in der Mediation zu erkennen und zu beantworten. |
Konfrontationsanfälligkeit | Dieser Begriff bezeichnet die Neigung der Parteien, auch in der Mediation konfrontativ zu denken. Der Mediator muss dies erkennen, um die Parteien in eine Kooperation zu überführen. Oft genügt dazu nicht nur eine Ansage oder Ermahnung. Mit der Konfrontationsanfälligkeit setzt sich die Strategie auseinander. |
Primäreffekt | Der Primär- oder primacy effect bezeichnet den Eindruck, den man von einer Person gewinnt, wenn man sie zum ersten Mal sieht. Es handelt sich um ein ein psychologisches Gedächtnisphänomen. Der Primäreffekt besagt, dass man sich an früher eingehende Information besser erinnert wird als später eingehende Information. Wenn die Erstinformation noch nicht mit anderen gespeicherten Informationen abgeglichen werden kann, geht sie besser ins Langzeitgedächtnis über und kann später nicht mehr so leicht überschrieben werden. Der Primäreffekt ist vom Priming-Effekt zu unterscheiden. |
Priming | Der Begriff beschreibt die Beeinflussung der Reizaufnahme. Ihr Ziel ist eine unterschwellige Aktivierung von Assoziationen. Priming-Effekte spielen in der Mediation ebenfalls eine Rolle. Einerseits sollte der Mediator ihre Wirkung erkennen, um die Refelxion zu fördern. Andererseits kann er sie zu genau dem Zweck auch nutzen. Der Priming-Effekt ist vom Primäreffekt zu unterscheiden. |
Geschwister-Mediation | Dieser Begriff wurde in einem Angebot von Mediatoren entdeckt. Er bezeichnet eine Mediation bei Streitigkeiten zwischen Geschwistern. Darunter fallen Kontaktabbrüche, Erbangelegenheiten, Streit bei Pflege der Eltern. |