Balance | Balance ist ein Zustand des Gleichgewichts, der Harmonie und Ausgewogenheit. Sie kann in verschiedenen Kontexten vorkommen, sowohl auf physischer, emotionaler, geistiger als auch auf sozialer Ebene. Die Balance ist ein Konzept zur Überwindung von Lebenskrisen. Sie spielt auch in der Mediation eine wichtige Rolle. Denn die Mediation ist einerseits auf Balance angewiesen und andererseits in der Lage, eine Balance herzustellen.
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BANI | BANI ist ein Akronym für die stressbildenden Faktoren:
- brittle (brüchig/ porös)
- anxious (ängstlich/ besorgt)
- non-linear (nicht-linear)
- incomprehensible (unverständlich/ unbegreiflich)
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Befriedigung | Befriedigung ist ein psychologisches und emotionales Phänomen, das ein Gefühl der Erfüllung, des Glücks oder der Zufriedenheit beschreibt, das aus dem Erreichen von Zielen, dem Erfüllen von Bedürfnissen oder dem Erleben positiver Ereignisse resultiert. Im juristischen Verständnis bedeutet Befriedigung die Erfüllung einer Schuldverpflichtung. |
Mediationscheck | Bei dem Mediationscheck geht es darum, herauszuarbeiten, ob es sich bei der Fallbearbeitung überhaupt um eine Mediation handelt. Der Mediationscheck stellt die Kriterien zusammen, anhand sich eine Fallbearbeitung als Mediation identifizieren lässt. |
visiongeleitete Mediation | Bei dem visionsgeleiteten Konzept der Mediation soll das Problem nicht aus den Defiziten oder aus der als unzulänglich erlebten Situation heraus gelöst werden. Die Parteien werden vielmehr dabei unterstützt, eine Zukunftsvision zu entwickeln, aus der sie die Lösung konstruieren. |
Prozessorientierung | Bei der Fallbearbeitung wird der Fokus nicht auf die Inhalte und Lösungen gerichtet, sondern darauf, ob und wie sich der Prozess (die Mediation) verwirklicht oder nicht. Der Fokus des Mediators ist prozessorientiert. |
Beginn der Mediation | Bei der Frage, wann die Mediation beginnt, ist zwischen der juristischen Sicht und der Mediationslehre zu unterscheiden. Nach der Mediationslehre beginnt die Mediation mit der ersten Aktion des Mediators. Sie kann schon in der Akquisephase liegen und hat Auswirkungen bis in die Berufsethik hinein. |
Ende der Mediation | Bei der Frage, wann die Mediation endet, ist wieder zwischen der juristischen Sicht (was kann abgerechnet werden) und der Mediationslehre zu unterscheiden. Nach der Mediationslehre endet die Mediation mit der letzten Aktion des Mediators. |
Informationsqualifikation | Bei der Informationsqualifikation geht es um die Kenntnis, um welche Informationen es sich handelt. Gemeint ist die Einordnung der Information anhand der Dimensionen. |
Kontextualisierung | Bei der Kontextualisierung werden ein Vorstellungsinhalt, eine Sache, ein Wort oder eine Person in Beziehung zu anderen Inhalten gesetzt. Die Kontextualisierung ist ein wichtiges Instrument zur Klärung von Bedeutungen in der Mediation. |
20:40 Methode | Bei der Lösungsfindung werden die Parteien aufgefordert, 40 Lösungsvorschläge in 20 Minuten vorzulegen. |
Streitanalyse | Bei der Streitanalyse geht es lediglich um die Ermittlung der beweisbedürftigen Tatsachen. Der Streit wird jetzt allerdings nur im juristischen Sinn verstanden. Er beschränkt sich auf die bestrittenen Tatbestandsmerkmale einer Vorschrift. Das streitige Vorbringen wird mit der Relationstechnik ermittelt.
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Klammerthema | Bei der Themensammlung sollte darauf geachtet werden, dass ein Thema (separat) ausgewiesen wird, das den Bezug zu dem Kontext herstellt, in dem sich der Konflikt bewegt. Dieses Thema wird als Klammerthema bezeichnet. Meist wird es durch den Beziehungskonflikt ausgedrückt. |
traumasensible Mediation | Bei der traumasensiblen Mediation geht es nicht nur darum, den Konflikt zu lösen, sondern auch darum, die Beteiligten zu stärken und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um zukünftige Konflikte besser zu bewältigen. |
Ignorieren | Bei einem bewussten Ignorieren zeigt der Mediator, dass ein Verhalten der Partei oder ihre Aussage keine Aufmerksamkeit bekommt und keine Reaktion bei ihm auslöst. |
Helfersystem | Bei einem Konflikt stehen oft mehrere Helfer zur Verfügung. Die Gesamtheit der möglichen, angebotenen und verfügbaren Hilfen drückt sich in einem Helfersystem aus. Das Helfersystem beschreibt die wechselseitigen Auswirkungen und die Kompatibilität der Hilfsangebote. |
Kostenvergleich | Bei einem Kostenvergleich werden oft die Verfahrenskosten des einen Verfahrens mit denen des anderen verglichen. |
Wertekonflikt | Bei einem Wertekonflikt geht es um die Auseinandersetzung über Werte, Weltanschauungen und Ideologien. Dazu gehören religiöse Ansichten, Identitäten, Prägungen. |
anonymisierte Umfragen | Bei großen Mediationen mit vielen Beteiligten kann eine anonymisierte Umfrage dazu beitragen, alle Informationen einzuholen, um eine Konfliktanalyse zu ermöglichen und die Gespräche zu planen. |
Konfliktmotor | Bei mehreren aufeinandertreffenden Konflikten trägt die Konfliktanalyse dazu bei, den treibenden Konflikt zu identifizieren. Der treibende Konflikt ist der Konfliktmotor. Er kann mit der Frage ausfindig gemacht werden, was von der Konfliktlandschaft übrig bleibt, wenn der ein oder andere Konflikt gelöst ist. |