PULS-Prinzip | P=Problem
U=Ursachen
L=Lösung
S=Sichern |
Assoziationen aufdecken | Paraphrasen und Fragen decken die Denkweise des Medianden auf. Die Assoziationen werden angesprochen und hinterfragt. |
Partei | Parteien sind die Gegner im Prozess. Das Mediationsgesetz bezeichnet die Medianden als Parteien. In der Mediation ist zwischen den Streitparteien, den Konfliktparteien, den Vertragsparteien (= Parteien des Mediationsvertrages) und den Verhandlungsparteien (= Medianden) zu unterscheiden. |
PAS | PAS bedeutet Parentel Alienation Syndrom. Zu deutsch: Das Elternentfremdungssyndrom. Es ist ein typisches Phänomen bei hoch eskalierten Familienkonflikten. Das Kind wird instrumentalisiert, um einen Eltern- (Paar-)Konflikt auszutragen. Das PAS ist in der Psychologie umstritten. |
Pausieren | Pausen können verschiedene Bedeutungen haben. Zum einen sind sie notwendig um Erschöpfung auszugleichen, wenn lange intensive Verhandlungen stattgefunden haben. Dann ist eine Kaffeepause oder eine Mittagspause einzurichten. Zum anderen sind sie notwendig, damit sich Gedanken setzen können. Dann ist nach dem Satz oder der Frage ein kurzer Moment innezuhalten, damit sich der Gedanke im Kopf der Parteien etablieren kann. |
Persönlichkeitsstörungen | Persönlichkeitsstörungen sind gekennzeichnet durch tief verwurzelte Verhaltens- und Denkmuster, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen und zu Problemen im zwischenmenschlichen Bereich führen können. Es gibt verschiedene Arten von Persönlichkeitsstörungen, die in drei Hauptgruppen unterteilt werden. Die Hauptgruppe A umfasst unter den Stichworten „sonderbar, exzentrisch“ die paranoiden und schizoiden Persönlichkeitsstörungen. Die Hauptgruppe B fasst unter den Stichworten „dramatisch, emotional, launisch“ die histrionische, narzisstische, dissoziale und die Borderline-Persönlichkeitsstörung zusammen. In der Hauptgruppe C finden sich Persönlichkeitsstörungen, die Verhaltensmerkmale aus dem Bereich der Angststörungen aufweisen. |
Bedarfsphasen | Phasen der Nachfrage. Siehe monadische Phase, dyadische Phase und triadische Phase |
Mediationspolitik | Politik der Mediation bzw. Politik, mit der sich die Ziele der Mediation verwirklichen lassen. |
Position | Positionen sind Standpunkte. In der Mediation sind sie die auf Standpunkten beruhende Forderungen, die dem Gegner gegenüber erhoben werden. Die Positionen grenzen sich von der zu findenden Lösung ab. |
Prinzipienreiterei | Prinzipienreiterei ist ein Begriff, der oft negativ konnotiert wird und eine Haltung beschreibt, bei der jemand starr an Prinzipien oder Regeln festhält, auch wenn dies in einer konkreten Situation unpraktisch oder unangemessen erscheint. Es geht also darum, Prinzipien oder Ideale übermäßig und unflexibel durchzusetzen, oft ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Umstände oder das Wohl aller Beteiligten. |
Beratung | Professionelle Informationsweitergabe und Hilfe bei der Informationsverarbeitung zur Entscheidungsfindung oder Verhaltensänderung. Die Beratung kann sich auf verschiedene Fächer (Disziplinen) und Begebenheiten erstrecken. |
Projektmanagement | Projektmanagement bezieht sich auf die Planung, Organisation, Steuerung und Überwachung von Projekten. Es ist eine Disziplin, die darauf abzielt, bestimmte Ziele innerhalb eines definierten Zeitrahmens, Budgets und anderer begrenzender Faktoren zu erreichen. |
Prototypen (Verfahren) | Prototypen bezeichnen jemanden oder etwas, der oder das als Inbegriff für eine bestimmte Art als typisch erachtet wird. Hier wird der Bergiff für die Verfahren verwendet. Als Prototypen werden das Gerichtsverfahren, die Schlichtung und die Mediation herausgestellt. |
Parallelprozesse | Prozesse, die optional oder real neben dem gewählten Verfahren ablaufen und darauf Einfluss nehmen. |
Reaktanz | Psychologische Reaktanz entsteht, wenn die eigene Entscheidungsfreiheit bedroht oder eingeschränkt wird. Es ist der Versuch, diese Freiheiten wiederherzustellen. Sie wird oft durch psychischen Druck wie Verbote oder offensichtlicher Beeinflussung ausgelöst. |
Psychodrama | Psychotherapeutische Methode, bei der die Patienten ihre Konfliktsituationen schauspielerisch darstellen |