Informationsfilter | Damit das Gehirn die Vielzahl an Informationen überhaupt verarbeiten kann, stellt es sie immer in einen Kontext aus dem heraus es entscheidet, welche Informationen wichtig sind und welche nicht. Das Gehirn legt also einen Filter über die Informationen, den zu kennen wesentlich dazu beiträgt, die Informationen zu qualifizieren und einzuordnen und mehr noch zu erkennen, welche Informationen vorenthalten werden. |
Streitdimensionen | Damit sind die Dimensionen des Streitkontinuums gemeint, nämlich: Fakten / Emotionen und Beziehungen bzw. Positionen / Interessen und Bedürfnisse sowie gegebenenfalls die Zeit. Die Qualität der Verfahren zur Konfliktbeilegung kann daran gemessen werden, ob und wie sich die Verfahren auf die Streitdimensionen einlassen. Die Streitdimensionen finden sich in den Konfliktdimensionen wieder. |
Big Five der Mediation | Damit sind nicht etwa die Persönlichkeitsmerkmale des Big Five, sondern die wichtigsten Grundsätze (Prinzipien) der Mediation gemeint, die in einer Wechselbeziehung zueinander stehen. |
Wirkfaktoren der Mediation | Damit werden die Elemente der Mediation zusammengefasst und gekennzeichnet, die zum Gelingen der Mediation beitragen. Die Wirkfaktoren sind von den funktionalen Einheiten abzugrenzen, die letztlich auch Elemente beschreiben, die zum Gelingen der Mediation beitragen. |
Kosteneisberg | Damit werden die erheblichen, nicht sichtbaren (und nicht bilanzierten) Konfliktkosten im Unternehmen angesprochen. Der Begriff verdeutlicht, dass es sich um einen erheblichen Kostenfaktor handelt, der unter der Wasseroberfläche verborgen ist und nicht beziffert werden kann. |
mehr vom Selben - Phänomen | Das "mehr vom Selben"-Phänomen bezieht sich auf die Tendenz von Menschen, ähnliche Muster oder Verhaltensweisen aufrechtzuerhalten, selbst wenn sie negative Konsequenzen haben. Oftmals führt dies zu einem sich verstärkenden Zyklus des gleichen Verhaltens. Dieses Phänomen kann in verschiedenen Bereichen auftreten, wie zum Beispiel in zwischenmenschlichen Beziehungen, Gewohnheiten oder sogar in größeren gesellschaftlichen Strukturen. |
Social Loafing | Das "soziale Faulenzen" erlaubt es Einzelnen in einer Gruppe nicht ihre beste Leistung zu bringen, weil das nicht auffallen würde. Je größer die Gruppe ist, desto mehr nimmt die Leistung des Einzelnen ab. |
Anwendung | Das Verwendungsverzeichnis erläutert, wann welcher Begriff (Werkzeug) in der Mediation zur Anwendung kommt. Sie können also relevante Begriffe und Werkzeuge aus der Anwendungssituation heraus zurückverfolgen. Das Verzeichnis der Anwendbarkeit wichtiger Begriffe in der Mediation ist ein wichtiges Werkzeug zur praktischen Arbeit und zur Forschung. |
Kommunikationsquadrat | Das 4-Ebenen-Modell von Schulz von Thun. Jeder Mensch braucht 4 Ohren und 4 Münder, um alle Informationen einer Nachricht zu verarbeiten |
ABC-Modell | Das ABC-Modell nach Albert Ellis sieht das Entstehen der Gefühle nicht lediglich als einen reflex. Er unterscheidet mehrere Phasen, die er als ABC Phasen beschrieben hat. Das Akronym steht für:
- Activating experiences - innere oder äußere Wahrnehmung
- Beliefs - Annahmen und Interpretationen
- Consequences - Verhalten und Gefühle
Weil zwischen Ereignis und Gefühl eine Beurteilung stattfindet, gibt es einen wirksamen Ansatzpunkt, die Gefühle zu beeinflussen. |
Abschlussstatement | Das Abschlussstatement oder die Abschlusserklärung ist von der Abschlussvereinbarung zu unterscheiden. Anders als die Abschlussvereinbarung, die den Abschluss der Mediation manifestiert, gibt es Fälle, wo der Abschluss festgehalten wird, auch wenn es zu keiner Abschlussvereinbarung gekommen war. Die Feststellung dass und gegebenenfalls mit welcher Bedeutung die Mediation beendet wurde kann für die Parteien und das weitere Vorgehen von Bedeutung sein. |
Akquisegespräch | Das Akquisegespräch ist ein Vorgespräch zum Zweck des Verkaufs einer Mediation. Es unterscheidet sich vom Vorgespräch, wo die Entscheidung für die Mediation bereits gefallen ist. |
WYSIATI-Effekt | Das Akronym steht für "What you see is all there is". Es beschreibt das Phänomen, dass unser Gehirn bei der Entscheidungsfindung alles einbezieht, was wir positiv wissen. Aus diesem Wissen wird eine Geschichte konstruiert, aus der sich die Entscheidung herleiten lässt. Informationslücken bleiben außen vor und werden in die Entscheidung nicht einbezogen |
AGB's | Das Akronym steht für Allgemeine Geschäftsbedingungen. Damit ist das Kleingedruckte in Verträgen gemeint. Ein Mediator sollte zumindest im Ansatz darüber Bescheid wissen. AGB's spielen bei Mediationsklauseln eine Rolle, bei der Frage der Rechtswirksamkeit von Vereinbarungen und der Gestaltungsoption für Vereinbarungen. |
SWOT-Analyse | Das Akronym steht für: Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats-Analyse. Die SWOT-Analyse ist also eine Stärken-, Schwächen-, Chancen- und Gefahreneinschätzung. Die Untersuchung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken betreffen im Falle der Mediation die Lösung. |
analytisches Denken | Das analytische Denken beschreibt einen kognitiven Prozess, der darauf abzielt, komplexe Probleme zu verstehen, indem sie in kleinere Teile zerlegt und systematisch untersucht werden. Es beinhaltet die Fähigkeit, Informationen zu sammeln, zu organisieren, zu bewerten und zu interpretieren, um zu logischen Schlussfolgerungen zu gelangen. Das analytische Denken bezieht sich auf Fakten. Es ist der Mediation nicht fremd und kommt dort auch zur Anwendung. Aber nicht ausschließlich und nur da, wo es hilfreich ist. |
Anerkenntnisurteil | Das Anerkenntnisurteil kann ohne mündliche Verhandlung ergehen, wenn der Beklagte die Forderung anerkennt. Es ist in §307 ZPO geregelt und stellt eine kostengünstige Mögflichkeit zur Prozessbeendigung dar. |
Anwesenheitsrecht | Das Anwesenheitsrecht entspricht in der Regel dem Recht zur Teilnahme an einer Mediation. Es unterscheidet zwischen dem Recht zur Teilnahme an einem Einzelgespräch, an der assynchronen Interaktion zwischen den Sitzungen und an der Teilnahme an den Sitzungen. |
Arbeitsbündnis | Das Arbeitsbündnis beschreibt die Vereinbarung der Arbeit und Rahmenbedingungen, unter denen die Mediation durchgeführt werden kann |
Fünf-Faktoren-Modell | Das auch als Big Five bezeichnete Fünf-Faktoren-Modell versucht die kennzeichnenden Merkmale der Persönlichkeit eines Menschen auf einer Skala abzubilden. Unterschieden werden: Aufgeschlossenheit, Gewissenhaftigkeit, Geselligkeit, Verträglichkeit und Verletzlichkeit. |